Frankreich intensiviert Angriffe auf IS-Terrormiliz
Flugzeugträger vor Ort

Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ist nach den Anschlägen von Paris wieder gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Einsatz. Kampfjets flogen am Montag von dem 260 Meter langen Schiff Angriffe auf IS-Stellungen im Irak. Dabei seien zwei Ziele zerstört worden, teilte der Generalstab ohne Angabe von Details mit.

Frankreichs Präsident François Hollande hatte kurz zuvor nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister David Cameron angekündigt: "Wir werden unsere Angriffe intensivieren. Wir werden Ziele auswählen, die dieser Terrorarmee die größtmöglichen Schäden zufügen." Die "Charles de Gaulle" war vergangene Woche wie schon vor den Anschlägen vom 13. November angekündigt ins östliche Mittelmeer aufgebrochen, um von dort aus den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu unterstützen. An Bord des mit Atomkraft angetriebenen Flugzeugträgers sind nach Marine-Angaben unter anderem 18 Rafale-Jagdbomber sowie acht Jagdbomber vom Typ Super Étendard. Mit ihnen verdreifacht sich die Zahl der französischen Kampfflugzeuge in der Region. Bislang waren lediglich je sechs Jets in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Jordanien stationiert.

Hollande und Cameron gedachten am Montag vor dem Konzertsaal "Bataclan" in Paris der Opfer der Terrorserie. Das Treffen war für Hollande der Auftakt zu einer Woche intensiver diplomatischer Bemühungen. Der Staatschef will eine breite internationale Koalition gegen die IS-Terrormiliz schmieden. (Seite 4)
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