Freller leicht vergesslich

Freller leicht vergesslich Im Kampf gegen den Rechtsextremismus wird der sonst bedächtige Karl Freller schnell leidenschaftlich. Als Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten hat der CSU-Fraktionsvize viel mit dem schlimmen Erbe des Nationalsozialismus zu tun. Da trifft ihn der Vorwurf hart, seine Partei sei mitunter auf dem rechten Auge blind. "Niemand von uns in diesem Saal hat irgendeinen rechtsextremistischen Hintergrund", betonte Freller deshalb in einer Plenarrede. Im Eifer des Gefec
Im Kampf gegen den Rechtsextremismus wird der sonst bedächtige Karl Freller schnell leidenschaftlich. Als Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten hat der CSU-Fraktionsvize viel mit dem schlimmen Erbe des Nationalsozialismus zu tun. Da trifft ihn der Vorwurf hart, seine Partei sei mitunter auf dem rechten Auge blind. "Niemand von uns in diesem Saal hat irgendeinen rechtsextremistischen Hintergrund", betonte Freller deshalb in einer Plenarrede. Im Eifer des Gefechts hatte er da seinen CSU-Kollegen Jürgen Baumgärtner übersehen. Der war als Jugendlicher in der rechtsextremen Szene aktiv und bei Heß-Gedenkmärschen in Wunsiedel dabei. Mit 20 hat er sich dann von den Neonazis losgesagt. Trotzdem: Den Satz würde Freller so nicht mehr sagen. (jum)

Söder leicht oberflächlich

Christoph Rabenstein (SPD) glaubt, Finanzminister Markus Söder beim Tricksen erwischt zu haben. In seinem Heimatbericht kommt Söder beim Vergleich von Daten aus den Jahren 2006 und 2012 zu dem Ergebnis, dass der ländliche Raum wirtschaftlich gegenüber den Metropolen aufgeholt habe. Da habe sich der Minister wohl zwei für ihn passende Jahre herausgesucht, meint Rabenstein. Denn ein Langzeitvergleich seit Mitte der 1990-er Jahre zeige, dass die Regionen auf dem Land sogar weiter abgehängt worden seien. "Gerade bei Herrn Söder gilt: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!", folgert Rabenstein nun daraus. (jum)

Schmidt leicht provokativ

Für einen Tag ist die frühere SPD-Fraktionschefin Renate Schmidt an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Bei einer Autorenlesung sprach sie zum provokanten Titel "Ein Mann ist keine Altersvorsorge". Sich allein auf einen "Ernährer" zu verlassen, sei im Fall einer Trennung oder eines plötzlichen Tods für viele Frauen der direkte Weg in die Altersarmut. Frauen müssten deshalb auf ihre finanzielle Unabhängigkeit achten, mahnte Schmidt. Die früh verwitwete 71-Jährige ist da ein echtes Vorbild. Schon in den 1960-er Jahren, als die Berufstätigkeit von Müttern eher die Ausnahme war, machte sie trotz dreier Kinder Karriere beim Versandhaus Quelle. (jum)
Weitere Beiträge zu den Themen: Markus Söder (1507)Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.