Frohsinn
Getrübter

Getrübter Frohsinn Näherte sich einst der 11.11., war die Freude groß. Zu Beginn der fünften Jahreszeit wurden begeistert die längst verstaubten Karnevalskostüme aus dem Schrank gezogen. Heuer ziehen Mitglieder des Festausschusses Nürnberger Fastnacht eher lange Gesichter. Die Tradition bröckelt, dass sich Karnevalsfreunde als Prinzenpaar aufstellen lassen. In letzter Minute musste öffentlich um Kandidaten geworben werden. Das Ehrenamt von Prinz und Prinzessin kostet eben nicht nur Extra-Zeit,
Näherte sich einst der 11.11., war die Freude groß. Zu Beginn der fünften Jahreszeit wurden begeistert die längst verstaubten Karnevalskostüme aus dem Schrank gezogen. Heuer ziehen Mitglieder des Festausschusses Nürnberger Fastnacht eher lange Gesichter. Die Tradition bröckelt, dass sich Karnevalsfreunde als Prinzenpaar aufstellen lassen. In letzter Minute musste öffentlich um Kandidaten geworben werden. Das Ehrenamt von Prinz und Prinzessin kostet eben nicht nur Extra-Zeit, sondern auch vierstellige Investitionen. Festgarderobe und zu verteilende Orden muss das Paar selbst bezahlen, von kleinen Zuschüssen abgesehen. In den 17 Nürnberger Faschingsgesellschaften wird deshalb heuer kurz nach dem 11.11. heftig diskutiert: Soll der organisierte Frohsinn Privatsache bleiben oder muss die Stadt mehr Gelder locker machen? (gük)

Getrübte Bauernschläue

Bauernschläue? Die gibt es tatsächlich. Und nicht nur in München. Dort können Reisende rund um den Flughafen bei Landwirten ihr Auto abstellen. In Franken bekommt ein Bauer nun für die gleiche Idee eine Rote Karte. Obwohl der Service von Johann Seybold durchaus zum Abheben ist. Neben 50 Parkplätzen und einem 24-Stunden-Shuttle-Service zum Airport können heimkehrende Urlauber sich gleich mit Nahrungsmitteln eindecken - frisch vom Acker. Weil das Parken aber weder auf der Wiese noch in der Scheune zulässig sei, habe man Seybold freundlich aufgefordert, den Betrieb einzustellen, erklärt Gerhard Steinmann von der Bauordnungsbehörde. Da es nie einen Bauantrag gegeben habe, werde das "Park + Fly" schwarz betrieben. (gük)

Ungetrübte Sauberkeit

Das grenzt an Wunder: Die Gebühren für die Straßenreinigung sollen zum Jahreswechsel sinken - ohne dass die Sauberkeit der Stadt leidet. Um fünf bis zehn Prozent (pro Meter Straßenfront) zahlen Anlieger künftig weniger. Grund sind "falsche" Kalkulationen: Die Treibstoffkosten stiegen nicht so stark an wie erwartet, und die Tarifabschlüsse waren "moderat", sagt Christian Vogel , Bürgermeister und Erster Werkleiter des zuständigen Servicebetriebs Öffentlicher Raum (SÖR). Doch auch Wunder haben Grenzen. Trotz zusätzlicher Müllentleerungen in der Altstadt und mehr Personal werde es wohl nie gelingen, "dass immer alles sauber ist", so Vogel. (gük)
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