Früh planen und die Arbeit möglichst aufteilen - Listen mit Geschenkideen helfen
Weihnachten ohne Stress

Geschenke besorgen und Plätzchen backen, den Christbaum kaufen und schmücken, Weihnachtsfeiern koordinieren und den Verwandtenbesuch planen: Die Adventszeit wird schnell zum Marathon. Das muss aber gar nicht sein.

In diesen Wochen häufen sich ohnehin die Stressfaktoren: Im Büro steht der Jahresabschluss an. Der Winter bringt einen Infekt nach dem anderen. Und die frühe Dunkelheit macht müde. Kein Wunder, dass an den Feiertagen die Nerven blank liegen. Enttäuschungen und Familienkrach sind dann fast unvermeidbar.

Eine gute Planung kann das Risiko jedoch verringern. Schon Wochen vor dem Fest sollte mit allen Beteiligten überlegt werden: Wie, wo und mit wem wollen wir feiern? "Das größte Problem ist, dass Weihnachten mit übergroßen Erwartungen und Wunschvorstellungen belastet ist", sagt Hana Reinhardt von der Fachstelle für pflegende Angehörige in Fürth.

Die Wohnung soll glänzen, der Weihnachtsbaum mit selbstgebasteltem Schmuck dekoriert sein und das Menü aus mindestens drei Gängen bestehen. Traditionen wie die Gans oder der Stollen sind heilig. Und außerdem soll alles besonders harmonisch ablaufen.

"Diese Erwartungen werden von außen an jeden Einzelnen herangetragen, sind aber auch selbst gemacht. Sie sind die größte Hürde", sagt Susanne Grohs von Reichenbach, Entspannungspädagogin aus München. Wenn dieses Korsett aufgebrochen wird, trägt das zur Stressminderung bei.

"Fangen Sie damit an, dass Sie eine Liste machen: Jedes Familienmitglied benennt, worauf es auf keinen Fall verzichten möchte", rät Petra Stubakow, Vorsitzende des Bundesverbandes der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft in Neumünster. Diese Wünsche müssen dann in Einklang gebracht und in einem Ablaufplan gebündelt werden.

Das geht nur, wenn jeder ein bisschen zurücksteckt. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Jeder, auch die Hausfrau, muss an den Feiertagen die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.

"Viele Hausfrauen überschätzen sich selbst", sagt Reinhardt. "Außerdem werden die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Angehörigen genau wie die von kleinen Kindern oft nicht realistisch beurteilt." Für sie bedeuten veränderte Essens- oder Schlafenszeiten und starke Reize Belastung und damit Stress.

Wenn der Rahmen für die Feiertage steht, werden die Arbeiten aufgeteilt und die Vorbereitungen in Angriff genommen. Je früher mit Geschenke-Einkauf, Plätzchenbacken, Menü-Vorbereitungen und Dekorationen begonnen wird, desto besser.

Wer nicht bereits im Laufe des Jahres Listen mit Geschenkideen führt und womöglich schon Präsente besorgt hat, sollte sich frühzeitig vor Weihnachten mit dem Thema beschäftigen. (Fortsetzung nächste Seite)
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