Für die Umwelt: Alternativen zum Streusalz

Streusalz taut die vereisten Wege am schnellsten wieder auf. Aber: Es ist in vielen Gemeinden und Städten für Privatpersonen verboten, denn es schadet der Natur. Das Salz löst sich, sickert in den Boden und reichert sich in Wurzeln an. Die Pflanzen können sich dann nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen und sterben.

"Zudem reizt es die Pfoten von Tieren", erklärt Magnus Wessel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin. "Das kennt jeder, der seine Hände schon mal zu lange in einer Salzlauge hatte." Der BUND rät daher grundsätzlich zum Verzicht auf Streusalz - selbst dort, wo das Ausbringen erlaubt ist.

Besser seien Sand, Sägespäne und Splitt aus Steinen. Oft werde Splitt auch aus Schlackeresten der Metallveredelung hergestellt, erläutert Wessel. Aber auch davon rät der Umweltexperte ab, denn sie können Schwermetalle beinhalten. Streumittel im Handel, die frei von Salz sind und Grenzwerte für Schwermetalle einhalten, können das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" tragen. "Auch die Holzasche aus dem Kamin funktioniert recht gut", erläutert Wessel. Der Vorteil ist, dass der Regen Asche schnell wieder wegschwemmt, wohingegen Sägespäne und Sand als eine matschige Pampe nach dem Auftauen des Eises zurückbleiben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.