Für ein paar Stunden Freude

Werkstatteröffnung mit politischem Besuch (von links): Werkstattmeister Andreas Spindler zeigt dem Abgeordneten Heinrich Rudrof (CSU), der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml (CSU), und dem ersten Bürgermeister der Stadt Strullendorf, Wolfgang Desel (CSU), eines der Instrumente. Bild: dpa

Ihr Leben wird bestimmt von Krankenhausaufenthalten und Therapien. Ein Projekt aus Bamberg will an Krebs erkrankten Kindern ab sofort auf ganz eigene Weise mehr Kraft geben.

Wenigstens für ein paar Stunden sollen die jungen Patienten ihr Leiden vergessen können: Im idyllisch gelegenen Schloss Werndorf nahe Bamberg hat Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag eine Musikinstrumentenwerkstatt für an Krebs erkrankte Kinder eröffnet. "Mit der Musiktherapie können junge Krebspatienten und ihre Eltern psychologisch unterstützt werden", sagte Huml laut Mitteilung.

Der Musikhistoriker Wolfgang Spindler hat die Werkstatt eingerichtet, in der Buben und Mädchen ihr eigenes Instrument bauen können - die "Zauberharfe". Spindler und sein Team arbeiten schon seit vielen Jahren mit Elterninitiativen zusammen und bieten meist zusammen mit Kliniken musikpädagogische Kurse an.

Man habe Musik als wichtige Stütze auf dem langen Weg der Rehabilitation erlebt, teilte er mit. In der Instrumentenwerkstatt und einem Seminarraum könnten Kinder und ihre Eltern nun Kraft tanken.

In Bayern erkranken nach Ministeriumsangaben jedes Jahr etwa 250 Kinder unter 15 Jahren an Krebs, deutschlandweit sind es 1800. Aktuell gibt es im Freistaat mehr als 25 000 junge Krebspatienten. Wie wichtig Freizeitangebote für kranke Kinder sind, betont auch die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Direkt an den Kliniken seien das meist kreative Angebote wie zum Beispiel Malen, erläuterte ein Sprecher. Jedoch spiele auch Sport eine wichtige Rolle für Körper und Psyche.
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