Für "Familienehre": Tochter getötet
Aus aller Welt

Darmstadt. (dpa) Mit dem Geständnis des Vaters hat in Darmstadt ein Prozess gegen strengreligiöse muslimische Eltern um die Tötung ihrer Tochter begonnen. Der 52-Jährige und die Mutter (41) sollen die 19-Jährige vor acht Monaten gemeinschaftlich ermordet haben, um die "Familienehre zu retten beziehungsweise wiederherzustellen", sagte Staatsanwältin Barbara Sieger am Freitag beim Verlesen der Anklage vor dem Landgericht. Die junge Frau habe einen Freund gehabt, mit dem sie nicht verlobt gewesen sei. Vater und Mutter hätten von sexuellen Kontakten des Paares erfahren. Laut Anklage erwürgte der Vater seine Tochter im Schlaf. Die Mutter habe bei der Planung der Tat und der Beseitigung der Leiche geholfen.

Studie: Deutsche reisefreudig

Luxemburg.(KNA) Die Deutschen nehmen im Gegensatz zu anderen EU-Bürgern gerne lange Reisen auf sich. Mehr als jeder Fünfte (21,1 Prozent) übernachtete 2014 außerhalb der EU. Spitzenreiter sind die Estländer (27,4 Prozent), gefolgt von den Belgiern (23 Prozent). Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der EU-Behörde Eurostat anlässlich des Welttourismustages am 27. September hervor. Im Gegensatz dazu unternehmen die Rumänen kaum Reisen ins nichteuropäische Ausland (rund ein Prozent). Das beliebteste Reiseziel für Deutsche ist mit 21 Prozent die Türkei. Für Nicht-EU-Bürger war Italien 2014 das beliebtesten Reiseziel (17,5 Prozent), gefolgt von Großbritannien (13,9 Prozent), Spanien (13,5 Prozent), Frankreich (12,2 Prozent) und Deutschland (9,9 Prozent).

Jäger: Probleme nicht verharmlosen

Wolfsburg.(epd) Die organisierte Jägerschaft begrüßt grundsätzlich die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland. "Der Wolf gehört hierher", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes, Andreas Leppmann, am Freitag bei der Internationalen Wolfskonferenz des Naturschutzbundes (Nabu) in Wolfsburg. "Die Frage ist nicht, ob wir mit ihm zusammenleben, sondern wie wir mit ihm leben wollen."

Die Probleme, die sich aus diesem Zusammenleben ergäben, dürften jedoch nicht verharmlost werden. Verhaltensauffällige Tiere müssten "aus der Natur entnommen" werden, sagte Leppmann. "Das Töten eines einzelnen Tieres kann den Schutz der ganzen Art bedeuten." Leppmann sprach sich auch für ein einheitliches Wolfs-Management in Deutschland aus und distanzierte sich deutlich von Jägern, die Wölfe illegal getötet haben: "Das ist und bleibt eine Straftat."
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