für Flächenfraß
Söder als Minister

Eine Umbenennung seiner Amtsbezeichnung empfahl der Grüne Martin Stümpfig Heimatminister Markus Söder . Dessen Pläne, die Vorgaben zur Ansiedlung von Gewerbegebieten entlang von Autobahnen und Bundesstraßen zu erleichtern, würden Heimat eher vernichten als schützen. "Vielleicht sollte er sich lieber Minister für Flächenfraß und Umweltzerstörung nennen", sagte Stümpfig. Statt um betonierte Heimat und Wachstum um jeden Preis solle sich Söder um faire Kommunalfinanzen und die Belebung von Ortskernen kümmern. Damit wäre dem Erhalt der Heimat mehr geholfen. (jum)

Was München dient, dient Bayern

Nicht abfinden will sich der Hofer CSU-Abgeordnete Alexander König mit der Entscheidung der Staatsregierung, im Rahmen der Offensive "Bayern Digital" vor allem in München und Garching millionenschwere Investitionen vorzunehmen. Wie denn das mit den Vorgaben der Landesentwicklung vereinbar sei, und warum man das Ganze nicht "München-Garching Digital" genannt habe, fragte König spitz nach. Weil das Programm ja auch irgendwie ganz Bayern zugutekommen werde, lautete die Antwort zusammengefasst. (jum)

Rinderspacher vor leeren SPD-Reihen

Das Schreiben eines Tagebuchs dient der seelischen Selbstreinigung. Auch SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher hat dies entdeckt. Einmal im Jahr. Vor dem Fraktionsabend der Winterklausur in Irsee. Dort trägt er mit ironischem Unterton die Sorgen und Ärgernisse vor, die die Führung von 41 Mitstreitern mit sich bringt. Eine Art Sozi-Derbleckn. Heuer freute sich Rinderspacher über "neueste Umfragen", wonach 68 Prozent der SPD-Abgeordneten mit seinem Namen etwas anfangen können und 41 Prozent wissen, dass er ihr Vorsitzender ist. Das wäre in der Tat erstaunlich, berichtete er doch von wahlweise leeren Stuhlreihen oder mit Handys und Tablets beschäftigten Sitzungsteilnehmern. Er sei trotzdem ein glücklicher Fraktionschef, sagte er. Das gibt's wohl nur bei der SPD. (jum)
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