für Markus Söder
Einsamer Beifall

Einsamer Beifall für Markus Söder Dass Bayerns Landtag und ein Talkshow-Studio in Berlin-Mitte nicht das Gleiche sind, ist eine Binse. Finanzminister Markus Söder hat das eindrucksvoll erfahren. Während seine Auftritte im Maximilianeum regelmäßig zumindest von der Hälfte des Hohen Hauses eifrig beklatscht werden, rührten sich im ARD-Talk bei Günther Jauch nur zwei Hände im Publikum für ihn - die seiner Pressesprecherin. Als die CSU ihren Söder einmal wieder über den Schellenköni
Dass Bayerns Landtag und ein Talkshow-Studio in Berlin-Mitte nicht das Gleiche sind, ist eine Binse. Finanzminister Markus Söder hat das eindrucksvoll erfahren. Während seine Auftritte im Maximilianeum regelmäßig zumindest von der Hälfte des Hohen Hauses eifrig beklatscht werden, rührten sich im ARD-Talk bei Günther Jauch nur zwei Hände im Publikum für ihn - die seiner Pressesprecherin. Als die CSU ihren Söder einmal wieder über den Schellenkönig lobte, hatte der Grüne Jürgen Mistol eine Idee. "Fahren Sie doch das nächste Mal als Fraktionsclaqueure mit Söder zu Jauch", empfahl er der CSU. Damit es für ihn im Fernsehen nicht wieder so peinlich werde wie zuletzt. (jum)

Beistand für den Heiligen Nikolaus

Bei dieser Gelegenheit könnte der CSU-Mann Josef Zellmeier gleich mal in Kreuzberg vorbeischauen. Das dortige Bezirksamt hat in dem von vielen Kulturen bewohnten Stadtteil den Weihnachtsmarkt in "Winterfest" umbenannt. Zellmeier sieht darin den Auswuchs einer "linken Sprachkultur" und nicht weniger als einen Verfassungsbruch. Man kann das Grundgesetz zwar mehrmals von vorne nach hinten und zurück durchforsten - Weihnachts- oder Christkindlmärkte finden dort keine Erwähnung. Zellmeier sieht die adventlichen Veranstaltungen dennoch als Bestandteil der christlichen Kultur vom Grundgesetz geschützt. Heiliger Nikolaus, hilf! (jum)

Beschwerdebrief an Barbara Stamm

Die in der Modellauto-Affäre weiter unter Druck geratene Ex-Ministerin Christine Haderthauer hat sich mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) angelegt. In einer Erklärung wirft Haderthauer dem Landtag indirekt vor, Details aus dem Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung an Medien durchgestochen zu haben. Stamm wies den Vorwurf unter Hinweis auf die strenge Vertraulichkeit der Sache energisch zurück. Tatsache ist allerdings auch, dass zumindest einige CSU-Abgeordnete das Schreiben der Ermittler zum Lesen hatten - woher auch immer. (jum)
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