"Fundament für die Jugend"

33,7 Millionen Euro steckt der Freistaat Bayern in das "Haus der Technik" an der OTH. Beim Richtfest in Regensburg gab es viele lobende Worte. Der Festakt startete aber mit einer Panne.

Drei Mal musste die Blaskapelle die Bayernhymne spielen. Erst dann schaffte es der Kran, den Richtkranz auf das Dach des neuen "Hauses der Technik" an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg zu hieven.

Die Anlaufschwierigkeiten konnten die Gäste des Richtfests am Montag nicht schrecken. Schon die Grundsteinlegung im vergangenen Jahr war bei Platzregen nicht ganz planmäßig verlaufen. Damals sei das kein schlechtes Omen gewesen, betonte OTH-Präsident Wolfgang Baier. Im Gegenteil: Der Bau sei bisher äußerst komplikationsfrei vorangeschritten. Baier dankte allen "helfenden Händen" für die erbrachten Leistungen. 2016 soll das "Haus der Technik" fertiggestellt sein. Der dreigeschossige Neubau mit 6200 Quadratmetern Nutzfläche und vier Baukörpern ist Bestandteil der Restverlagerung der Fakultäten an den OTH-Campus am Galgenberg. Die Fakultäten Bauingenieurwesen, Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik werden von ihrem bisherigen Standort in der Prüfeninger Straße auf den zentralen Campus ziehen. In dem barrierefrei gestalteten Gebäude sollen außerdem dringend benötigte Labore für die neuen Studiengänge Biomedical Engineering, Gebäudeklimatik sowie Regenerative Energien und Energieeffizienz geschaffen werden. 33,7 Millionen Euro steckt der Freistaat Bayern in das "Haus der Technik". "Eine angebrachte Investition an einem ausgezeichneten Standort", sagte Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium.

Die Restverlagerung auf den Campus sei ein unverzichtbarer Schritt, um konkurrenzfähig zu sein. "Nur eine gebildete Gesellschaft kann die Herausforderungen der Zukunft stemmen", sagte Eck. "Hier wird das Fundament für die Jugend gelegt." Nicht zuletzt kurble der Bau auch die hiesige Wirtschaft an. Fast zwei Drittel der Aufträge seien an Unternehmen in der Region gegangen, betonte der Staatssekretär.

"Tech-Campus" nebenan

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer freute sich über den "wachsenden Erfolg" der OTH. Sie verwies darauf, dass es in ein paar Jahren rund um die Galgenbergstraße ganz anders aussehen werde. Nicht nur der Freistaat investiere in den OTH-Campus, auf der gegenüberliegenden Straßenseite entwickle die Stadt Regensburg den "TechCampus" auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne. Ein neuartiger Gewerbestandort für innovative Unternehmen wird entstehen - vis-á-vis zu OTH und Universität.
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