Fußwallfahrer aus Hausen und Umgebung pilgern auf den Habsberg - Wiedersehen mit Pfarrer Scherr
Glockenklang in der Morgendämmerung

Die Gläubigen aus Hausen, Hohenkemnath, Ursensollen und den umliegenden Pfarreien sind alte Bekannte auf dem Habsberg: Zum 50. Mal pilgerten sie nun zu Fuß zur Wallfahrtskirche "Maria - Heil der Kranken" im benachbarten Landkreis Neumarkt. 65 Fußwallfahrer nahmen den etwa 15 Kilometer langen Weg bei bestem Sommerwetter auf sich, um am Zielort Gottesdienst zu feiern.

Ehrung für den Initiator

Ein Mann stand dabei im Mittelpunkt. Pfarrer Josef Scherr, mittlerweile 88 Jahre alt, hatte die Wallfahrt 1965 mit Pater Leander Fehlner initiiert. Von 1962 bis 1974 war Scherr in Hausen. Seit 2006 ist er wieder regelmäßig dabei, wenn seine früheren "Schäfchen" und deren Nachkommen Pilgermesse auf dem Habsberg feiern. Auch diesmal stand der Geistliche wieder mit am Altar. Der erste Wallfahrtsleiter, Konrad Gradl, organisierte den Fußmarsch bis 2002. Seitdem führt Rudi Gehr die Pilger stets sicher ans Ziel.

Der Fußmarsch durch die Morgendämmerung ist ein beeindruckendes Erlebnis. In den Ortschaften Flügelsbuch, Mühlhausen und Utzenhofen ließen die Pfarrer extra die Glocken läuten, um die betenden Pilger zu begrüßen. Vom Kirchplatz in Hausen war es um 5.30 Uhr losgegangen. Nach einer kurzen Rast in Utzenhofen führte der Weg über die Fluren nach Richthofen. Wallfahrtsrektor Elmar Spöttle wartete schon, als der Pilgerzug auf dem Berg eintraf.

In der Kirche zelebrierte Pater Marek Michalak mit Pfarrer Josef Scherr den Wallfahrergottesdienst. Pater Marek unterstrich, dass die Gottesmutter Ansprechpartnerin für eine Vielzahl von Anliegen sein könne. Sie sei die richtige Adresse für Bitten in allen Notlagen, aber auch für Dank. Die Gruppe Profeel gestaltete die Messe mit. Besondere geehrt wurden unter anderem Pfarrer Scherr, Anna Gradl (Stellvertreterin des ersten Wallfahrtsleiters Konrad Gradl), Johann Reis (Kreuzträger) und Christian Schötz (Lautsprecherträger). Nach einer Stärkung in der Gaststätte brach die Gruppe gegen 12.15 Uhr wieder zu Fuß Richtung Hausen auf.
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