Gefährlich schönes Inferno

Heiße Asche, grelle Blitze, glühendes Gestein: Der Ausbruch des riesigen Vulkans Calbuco ist spektakulär und gefährlich. Das bekommen nicht nur die Chilenen zu spüren.

Nach mehr als 40 Jahren Ruhe hat sich der Vulkan Calbuco im Süden Chiles mit einem gewaltigen Ausbruch zurückgemeldet. Über dem Krater bildete sich nach Medienberichten vom Donnerstag eine kilometerhohe Rauch- und Aschewolke. Der etwa 2000 Meter hohe Berg stieß auch glühendes Gestein aus, Blitze am rötlich-violett gefärbten Himmel sorgten für ein spektakuläres Naturschauspiel.

Die Behörden riefen die höchste Alarmstufe aus und ordneten die Evakuierung aller Orte im Umkreis von 20 Kilometern an. Der Ausbruch stelle ein großes Risiko für die Bevölkerung dar, warnte der Katastrophenschutz. Mehr als 4500 Menschen seien bereits aus der Gemeinde Ensenada und anderen Ortschaften in Sicherheit gebracht worden, hieß es.

Nach Angaben des Nationalen Geologischen Dienstes gab es bislang zwei Eruptionen, eine dritte sei wahrscheinlich. Zudem habe es zahlreiche kleinere Erdbeben gegeben. Der Calbuco gilt als einer der gefährlichsten unter den 90 aktiven Vulkanen des südamerikanischen Landes. Er war zuletzt 1972 ausgebrochen.

Auswirkungen gab es auch im benachbarten Argentinien. Dort wurde der Flughafen von San Carlos de Bariloche vorläufig geschlossen. Im naheliegenden Villa La Angostura ging am Mittwochabend (Ortszeit) die erste Asche des rund 100 Kilometer entfernten Calbuco nieder.
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