Gefahr gebannt

Wie viele Schritte sie wohl schon nach oben gelenkt hat? Klar ist, dass es zu viele waren für die Treppe hinauf zur Lengenfelder Kirche: Die Betonsteine sind marode und damit eine Gefahr, vor allem für ältere Menschen. Ihnen soll der Kirchgang jetzt erleichtert werden.

Seit Montag werden die steilen Stufen, die von der Vilstalstraße zum Kirchlein führen, saniert. Betroffen ist nur eine der beiden Treppenanlagen. Die andere hat die Gemeinde bereits überarbeitet.

"Recht abgetreten" seien die alten Stufen, meinte Bürgermeister Roland Strehl im Gespräch mit der AZ. Damit seien sie "eine Unfallgefahr", vor allem für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß seien - deshalb werden sie nun erneuert. Dabei werden die alten Doppel-H-Steine durch neue, wegen ihrer Form "Betonbrötchen" genannte, ersetzt.

Den Auftrag hat die Gemeinde vergeben. Sie investiert dafür knapp 37 000 Euro. Strehl geht davon aus, dass die Arbeiten zügig beendet werden: "Wir versuchen, das noch in diesem Monat hinzukriegen." Um gehbehinderten und älteren Menschen den Kirchgang in Lengenfeld zu erleichtern, wurde laut Strehl vor rund zwei Wochen bereits oben am Gotteshaus eine kleine Parkfläche asphaltiert: Dabei habe wieder einmal die recht engagierte Dorfgemeinschaft mit angepackt.

Sie will das auch weiter tun, wenn es darum geht, möglichst bald den bislang wilden Trampelpfad ums Kirchlein herum ordentlich zu befestigen. Dann, erklärt der Gemeindechef, sei das Gotteshaus endlich barrierefrei zugänglich und damit wirklich behindertengerecht.

Ermöglichen sollen dies Gemeinde und freiwillige Helfer in Teamarbeit: Der Bauhof wird die Vorarbeiten zum Unterbau erledigen, die Dorfgemeinschaft legt dann in Eigenleistung den eigentlichen Weg an. "Die stehen Gewehr bei Fuß", freut sich Strehl über diesen Gemeinschaftssinn: "Es könnte sein, dass wir das heuer noch anpacken."

Nicht anpacken werden die Lengenfelder dabei allerdings die alten Treppensteine. Die, so war Strehls ursprüngliche Idee, hätten gleich im neuen Weg wiederverwendet werden können. Doch daraus wird nun nichts, wie der Bürgermeister eingesehen hat: "Die alten Steine sind einfach zu kaputt."
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