Gegen Samuel, gegen uns alle
Angemerkt

"Wenn du geboren wirst, bist du rosa. Wenn du aufwachst, bist du weiß. Wenn dir schlecht ist, bist du grün. Wenn dir kalt ist, bist du blau. Wenn du stirbst, bist du violett. Und du nennst mich einen Farbigen?" Dieser Spottvers bringt's auf den Punkt wie sonst nur noch Karl Valentin: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde." Kurz gesagt: Fällt uns nichts Besseres ein, als uns gegenseitig nach Farbkategorien zu sortieren?

Fußball ist ein emotionaler Sport. Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, das in der Hitze des Gefechts ungefiltert aus losen Mundwerken schwappt. Man muss aber auch kein radikaler Anhänger der Political Correctness sein, um zu befinden: "Scheiß Neger" und alles, was in diese Richtung geht, geht gar nicht. Oder muss jemand in der Informationsgesellschaft des Jahres 2014 ernsthaft darüber aufgeklärt werden, dass die Hautfarbe keinen Einfluss auf die Güte des Menschen hat?

Es mag manchen enttäuschen, aber es gibt in Bayern keinen reinrassigen Menschenschlag. Und das ist gut so. Mitteleuropa war und ist seit der Völkerwanderung ein multikultureller Schmelztiegel: Die Römer brachten in ihren globalisierten Legionen von Äthiopern bis Zyprioten alle Völker ihres Herrschaftsgebietes mit zu uns. Ein Grund dafür, dass sich Germanien durch Austausch besser entwickelte.

Und so wenig, wie die fünf Prozent muslimischer Mitbürger Deutschland islamisieren können und wollen, kosten uns die Zuwanderer unterm Strich Geld. Das Gegenteil ist der Fall. Die jungen Immigranten finanzieren unsere Sozialsysteme mit. Die logische Konsequenz: Wer gegen Samuel ist, ist gegen uns alle. Host mi?
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