Gegensätzliche Geschäftspolitik bei Volksbank Nordoberpfalz und VR-Bank Amberg
Fusionspläne vorerst geplatzt

Bedauern, dass ihre Banken keinen gemeinsamen Weg beschreiten: Die Vorstände Andreas Reindl und Dieter Paintner (Amberg) sowie die Weidener Gerhard Ludwig und Rudolf Winter (von links). Bild: Götz
Weiden/Amberg. (cf) Nicht weniger als die „Nummer eins“ in der Region mit 60.000 Kunden und fast 380 Beschäftigten in 25 Geschäftsstellen sollte die fusionierte Bank werden. Die Fusionspläne von Volksbank Nordoberpfalz (1,0 Milliarden Euro Bilanzsumme) und VR-Bank Amberg (740 Millionen Euro) sind gescheitert.

Obwohl die persönliche „Chemie“ unter den Vorständen stimmt, gaben letztlich unüberbrückbare Gegensätze in der Geschäftspolitik – vor allem bei der Kreditvergabe – den Ausschlag für das Ende der Verschmelzung. Sie sollte eigentlich rückwirkend noch 2015 erfolgen.

Der Kostendruck durch überbordende Regulierung – bei schrumpfenden Betriebsergebnissen wegen der schmalen Zinsspanne – zwingen zur Änderung der Strukturen. So sagte Bernhard Wolf, Vorstand der Raiffeisenbank Weiden (2014: 769 Millionen Euro Bilanzsumme): „Wir prüfen verschiedene Optionen.“

Auch die Raiffeisenbank im Naabtal (2014: 623 Millionen Euro Bilanzsumme) untersucht die „strategische Ausrichtung“. „Wir müssen schauen, was dabei rauskommt“, meinte Vorstand Christian Seidl mit Blick auf „Regulatorik, IT und Kosten“.
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