Gegenseitige Vorwürfe von Saudi-Arabien und Iran
Schuldzuweisungen nach Mekka-Unglück

Nach der tödlichen Massenpanik bei der Wallfahrt nach Mekka schieben sich Saudi-Arabien und der Iran gegenseitig die Schuld zu. Die saudische Presse machte am Freitag iranische Pilger für die Katastrophe mit mehr als 700 Toten verantwortlich. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei erklärte dagegen, "schlechte Koordinierung und unüberlegtes Handeln" der saudischen Behörden hätten das Unglück verursacht. Unter den Toten waren mehr als 130 Iraner.

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. Sie unterstützen in den Bürgerkriegen in Syrien und im Jemen jeweils unterschiedliche Konfliktparteien.

Die genaue Ursache der Katastrophe blieb zunächst weiter unklar. Nach offiziellen Angaben kam es am Donnerstag an einer Straßenkreuzung in dem Ort Mina bei Mekka zu einem Stau von Pilgern, der eine Massenpanik auslöste.
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