Gemeinderat verabschiedet Haushalt und vergibt Planungsarbeiten für den neuen Kindergarten
Steuer auf landwirtschaftlichen Grund steigt

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den gut 4,5 Millionen Euro umfassenden Haushalt. Die Pro-Kopf-Verschuldung der 1609 Einwohner liegt bei 242,39 Euro. Das sind 64,34 Euro weniger als 2013.

Im Verwaltungsetat sind 2,2 Millionen Euro, etwas mehr als im Vorjahr. Dafür steigt der Vermögenshaushalt von 927 500 auf 2,27 Millionen Euro. Für Investitionen sind Kredite über 588 077 Euro vorgesehen. Grundsteuer B und Gewerbesteuer bleiben bei 350 Punkten, die Grundsteuer A wurde um 10 auf 360 Punkte erhöht.

20 000 Euro für Schulbus

Der Höchstbetrag der Kassenkredite liegt bei 300 000 Euro. Im Verwaltungsetat setzt der Kämmerer für die Schülerbeförderung 20 000 Euro an und für die Kindergärten 125 000 Euro. Im laufenden Kalenderjahr hat sich die staatliche Förderung um gut 30 auf 982 Euro erhöht.

Für den Unterhalt von 36 Kilometer Straßen kalkuliert das Rathaus mit 55 000 Euro Zuschuss. Die Kanalgebühren sind ebenfalls mit 55 000 Euro angesetzt. Das betrifft die Orte Püchersreuth und Ilsenbach. Seit Januar betragen die Gebühren 2,43 Euro (2014: 1,13 Euro) und in Wurz mit seinen angeschlossenen Ortsteilen 68 000 Euro (64 746 Euro). Hier wurde von 2,61 Euro auf 3,33 Euro pro Kubikmeter erhöht.

An Konzessionsabgabe erwartet die Gemeinde 45 000 Euro und an Wasserverbrauchsgebühren 105 000 Euro (2014: 110 219 Euro). Für die Grundsteuer A werden 27 000 Euro ( 27 215 Euro) und für die Grundsteuer B 93 000 Euro (94 777 Euro) veranschlagt. Die Gewerbesteuer ist mit 130 000 Euro eingeplant. Das ist etwa der Vorjahreswert. Die Einkommensteuer ist mit 610 000 Euro (612 368 Euro) angesetzt.

Ehrenamt teurer

Im ehrenamtlichen Bereich steigen die Ausgaben um 8000 Euro. Dies liegt auch an den Ausgaben für die Änderung an der Führungsspitze der Gemeinde und am Ehrensold. An den Hauptschulverband muss die Gemeinde 110 000 Euro (115 000 Euro) abführen. Dagegen steigen die Kosten für Schülerbeförderung 28 500 Euro (25 823 Euro). Weil ein Gemeindearbeiter ausgeschieden ist, sinken die Personalausgaben auf 170 000 Euro (195 000 Euro).

Die Planer rechnen ferner mit Zuschüssen an die Kindergärten über 240 000 Euro (246 933 Euro). Für die Straßenbeleuchtung werden 32 000 Euro (25 643 Euro) bereitgestellt. Wegen der Umstellung von Fremdwasserbezug gibt es eine deutliche Steigerung auf 68 000 Euro (44 196 Euro).

An Kreisumlage muss die Gemeinde 42 252 Euro (472 748 Euro) mehr zahlen. Um fast 15 000 Euro ist die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft gestiegen. Für den neuen Kindergarten sind 1,3 Millionen Baukosten vorgesehen. Dazu kommen Baunebenkosten und Grunderwerb mit 330 000 Euro. Im laufenden und nächsten Jahr wird mit einer Förderung der Regierung der Oberpfalz von 1,13 Millionen Euro gerechnet. Vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt werden 103 683 Euro zugeführt. An ordentlicher Tilgung sind 30 000 Euro veranschlagt und als freie Finanzspanne 193 683 Euro.

Freude herrscht über die rege Bautätigkeit. Svenja Schindel und Andreas Ilg aus Weiden dürfen im Birkenweg ein Haus mit Carport bauen. In Ilsenbach 29 d können Yvonne und Martin Thoma loslegen. Josef Stangl darf sich in Rotzendorf an den Teilabbruch eines landwirtschaftlichen Gebäudes machen.

Kita mit Lärchenholz

Der Planer des neuen Kindergartens, Architekt Ulrich Greier, erläuterte die wichtigsten Gewerke. So erfolgt die Außenverkleidung mit Lärchenholz. Als Farbe schlug der Planer einen Grauton vor. Diese Verkleidung muss nicht gestrichen werden. Ob Holz-Kunststoff-Fenster oder nur Holzfenster eingebaut werden, ist noch offen. Natürliche Baustoffe seien für die Kinder angenehmer. In fast allen Räumen befindet sich eine Fußbodenheizung.

Als Belag kommt im Eingangsbereich Naturstein in Frage, im Innenbereich Fliesen und Linoleum. Das Landratsamt hat die Baugenehmigung erteilt, jetzt ist die Regierung der Oberpfalz an der Reihe.

Damit es zu keinem Stillstand kommt, vergab der Rat die Planungsarbeiten für Sanitär und Heizung an das Ingenieurbüro Dobmeyer in Weiden für 42 000 Euro und die Elektroplanung an das Büro Schneider in Pirk für 23 000 Euro.

14 Geburten

In der Bedarfsberechnung wird zugrunde gelegt, dass zurzeit 37 Kinder den Kindergarten besuchen. Für die Kinderkrippe kann keine Analyse erstellt werden. Im Jahr 2014 gab es in der Gemeinde 14 Geburten. Für den neuen Kindergarten wird mit 12 Plätzen für die Krippe und 40 für den Kindergarten gerechnet. Dazu kommen 10 Hortkinder.

Bürgermeister Rudolf Schopper informierte, dass für die Waldflurbereinigung Botzersreuth Vermessungsarbeiten laufen und anschließend der Wegebau beginnt. In Walpersreuth kommen zwei weitere Dorferneuerungsmaßnahmen dazu. Das Gemeindehaus in Wurz ist in die einfache Dorferneuerung aufgenommen worden. Hierzu gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent. Für den restlichen Winter wurden 27 Tonnen Salz geordert. Der Briefkasten der Post hat bei den Vereinstafeln in Püchersreuth einen neuen Standort.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.