Gemeinderat vertagt mehrere Themen
Zu viel geredet

Bürgermeister Rudolf Schopper folgt einem Antrag von Karlheinz Thoma. Künftig will er nicht mehr so einfach einem Zuhörer in einer Sitzung das Wort erteilen, sondern sich an die Geschäftsordnung halten. Die besagt, dass der Gemeinderat diesem Rederecht zustimmen muss.

Karl Würth durfte zur Auflassung der ehemaligen Trinkwasserbrunnen sprechen. "Wasser ist Leben - vielleicht sind wir froh, wenn wir die Brunnen wieder haben", merkte er an. Doch als es später um die Kürzung der freiwilligen Leistung in der Gemeinde ging, tat der Zuhörer noch einmal seine Meinung kund: "Da müsst ihr da oben erst mal kürzen."

Das Thema war durchaus heikel. Es ging um 5000 Euro. "Pauschal zu kürzen ist nicht sinnvoll," meinte Lothar Löw. "Wir müssen Sparwillen zeigen, sonst wird die nächste Förderung geringer oder ganz ausfallen", argumentierte der Bürgermeister. Eine Entscheidung fällt erst in der nächsten Sitzung.

Dann steht auch die Zukunft des 111 Meter tiefen Trinkwasserbrunnen aus dem Jahr 1974 zur Abstimmung. Um aus ihm Brauchwasser zu fördern, sollten sich Interessierte bei der VG melden. Weil die Pumpen überholt werden müssten, stelle sich die Frage, wer das brauche. "Umsonst gibt es das nicht", so Schopper. Vermutlich wird der Preis bei vier Euro pro Kubikmeter liegen.

1000 Euro würde die Wehr zum Kauf einer Wärmebildkamera zusteuern. Die Gemeinde müsste dann noch 4250 Euro aufbringen. 2750 Euro beträgt bis 2016 die Fördersumme. Kreisbrandrat Richard Meier sprach sich für eine solche Anschaffung aus.

Im Umkreis gibt es sieben solcher Geräte. Bei Einsätzen mit Feuer sei sowieso eine der Nachbarwehren mit Kamera dabei, hieß es in den Wortmeldungen. Die Gemeinde habe in diesem Jahr genügend andere Ausgaben. Gemeinderat und Feuerwehrkommandant Josef Beck erinnerte daran, dass die Ortswehr bei einem Brand als erste am Unglücksort sei. Bis zur nächsten Sitzung soll er weitere Infos auf den Tisch legen.
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