Gemeinsame Empfehlungen für Rüstungsprojekte
Gegen Preisexplosion

Verteidigungsministerium und Rüstungsindustrie haben ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage gestellt. In fünfmonatigen Gesprächen haben sich 70 Experten beider Seiten auf Empfehlungen verständigt, wie die bisher üblichen Kostensteigerungen und Verzögerungen bei Rüstungsprojekten künftig verhindert werden können.

Es gehe darum, "den Bedarf der Bundeswehr schneller und effizienter zu decken, also bei komplexen Rüstungsvorhaben schlicht besser zu werden", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Ministeriums und des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Unter anderem soll der Anteil der Investitionen am Wehretat von 15 auf 20 Prozent steigen. Zudem werden eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Minimierung von Projektrisiken empfohlen.

Die Rüstungsreform gehört zu den zentralen Projekten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die 15 größten aktuellen Rüstungsprojekte der Bundeswehr haben durchschnittlich vier Jahre Verspätung und sind zusammen 12,9 Milliarden Euro teurer als ursprünglich geplant. Das entspricht einer Kostensteigerung von 29 Prozent.
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