Georg Horst führt interimsweise die Jagdgenossenschaft Engelsdorf - Vertrag mit Pächter ...
Für den Jagdvorsteher findet sich kein Nachfolger

37 Jahre lang arbeitete Johann Birner aus Krumbach bei der Jagdgenossenschaft Engelsdorf mit, 26 Jahre davon als Jagdvorsteher. Dafür wurde er bei der Jahreshauptversammlung mit Urkunde und Geschenkkorb ausgezeichnet.

Birner blickte zu Beginn der dreieinhalb Stunden dauernden Sitzung auf die Hubertusmesse in Kümmersbruck zurück und ging auf das Verbissgutachten und die Abschusszahlen in Bogen I und II ab dem Jahr 2010 ein. Er lobte das "langjährige, beste Verhältnis" zu den Jagdpächtern und den Jagdgenossen in Krumbach, Engelsdorf, Gärmersdorf, Moos und Penkhof. Der Pachtschilling der Stadt Amberg und der Kommune Kümmersbruck werde wie bisher zur Verfügung gestellt, hieß es weiter. Erläutert wurde die Verwendung der Gelder für die einzelnen Ortschaften.

Rücklagen für Vorhaben

Birner legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass Rücklagen für besondere Vorhaben und Schadensfälle angesammelt werden. Die Kasse, die Eduard Scharl führt, ist bestens geführt, was die Revisoren Hans Kern und Ernst Gassner bestätigten. Jagdpächter Hans Grimm beklagte Sauen im Bogen II und berichtete, dass Abwehr-Plastikrohre mit Gerüchen deponiert worden seien. Weiter führte er aus, dass sieben Rehe überfahren, zehn Füchse und ein Dachs geschossen wurden. Die Situation im Bogen II (hauptsächlich Raum Krumbach, Raigering, Engelsdorf) schilderte auch Reinhold Kummert, der künftig diesen Bogen alleine betreuen wird.

Hund reißt ein Reh

Heinz Hasselbacher klagte über 14 Unfälle, ein Reh sei von einem Hund gerissen, sechs Füchse und fünf Hasen seien geschossen worden. Er kümmert sich auch um das Verbissgutachten für die Jagdgenossenschaft. Die gute Arbeit der Jagdgenossen lobte Bürgermeister Hubert Blödt. Er ging vor allem auf den Wegebau und eine neue Photovoltaikanlage im Revier ein. Detailliert wurden die Pachtverlängerung und neu angelegte Wildäcker besprochen. Einstimmig votierten die Jagdgenossen für Reinhold Kummert als neuen Jagdpächter für 529 Hektar Fläche. Der neue Vertrag ist bis 31. März 2025 gültig, hieß es weiter. Aus Altersgründen schied Hans Grimm aus. Kein Nachfolger wurde für Jagdvorsteher Johann Birner gefunden, was dieser bedauerte. Vor dem 1. April 2016 muss es jedoch ein Ergebnis geben. Bis dahin wird Georg Horst zusammen mit Kassenverwalter Eduard Scharl und Schriftführer Michael Ströhl die Jagdgenossenschaft verantworten. Georg Horst überreichte Birner die Urkunde für elf Jahre als Schriftführer und 26 Jahre als Jagdvorsteher.
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