Gericht entscheidet: Vermieterin muss nachsitzen
Raucher Adolfs im Vorteil

Friedhelm Adolfs (76) kann sich von seinem Schlaganfall erst einmal erholen. In den kommenden Wochen wird er nicht obdachlos und auch nicht im Heim landen. Er hat sogar gute Chancen, seine Siegeszigarre noch anzünden zu können - wenn auch zum ausdrücklichen Missfallen seiner Ärzte. Das Düsseldorfer Landgericht hat die Gegenseite, seine hochbetagte Vermieterin und deren Anwältinnen, am Donnerstag zum umfangreichen Nachsitzen vergattert. Fünf Wochen gab das Gericht dafür Zeit. Adolfs soll nach 40 Jahren aus seiner Mietwohnung fliegen. Vor drei Jahren war ihm fristlos gekündigt worden. Der ehemalige Hausmeister habe die übrigen Bewohner des Mehrparteienhauses unzumutbar mit Zigarettenrauch belästigt, so seine Vermieterin. Seither macht der Fall bundesweit Furore. Wesentliche Behauptungen der Vermieterseite sieht das Gericht aber inzwischen als unbewiesen an.
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