Gericht stoppt Lufthansa-Streik

Atempause für die Lufthansa und ihre Passagiere: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit musste ihre 13. Streikrunde abbrechen, nachdem das hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt den Ausstand am Mittwoch als rechtswidrig untersagt hatte.

Die Gewerkschaft habe mit ihrem Streik auch Ziele verfolgt, die bei Verhandlungen über Tarifverträge gar nicht erreicht werden könnten, erläuterte der Vorsitzende Richter Michael Horcher seine überraschende einstweilige Verfügung. Das Gericht sei in dem von Lufthansa angestrengten Berufungsverfahren in diesem Einzelfall der Auffassung, dass es der Gewerkschaft auch darum gehe, beim Low-Cost-Konzept des Konzerns mehr Mitsprache zu bekommen, erklärte der Vorsitzende Richter. Damit sei der Streik rechtswidrig.

Trotz der rechtskräftigen Entscheidung blieb es am Mittwoch dabei, dass rund 1000 der 1520 ursprünglich geplanten Lufthansa-Flüge ausfielen. Gut 140 000 Passagiere kamen deshalb gar nicht oder nur auf Umwegen an ihr Ziel. Die Piloten brachen den Streik zwar sofort nach dem Urteil ab, die Lufthansa hielt aber aus organisatorischen Gründen an ihrem Sonderflugplan fest. Ab heute werde wieder das normale Programm geflogen. (Seite 15)
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