Gerichtssaal in Stadelheim

Der neue Hochsicherheits-Gerichtssaal im Münchner Gefängnis Stadelheim wird voraussichtlich im Herbst in den Probebetrieb starten. Erste Verfahren könnten im nächsten Jahr dort verhandelt werden, sagte Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) am Donnerstag bei einer Besichtigung mit seinem sächsischen Kollegen Sebastian Gemkow (CDU). Er rechne angesichts einer steigenden Zahl von Strafprozessen im Zusammenhang mit Terrorismus und Organisierter Kriminalität mit einer guten Auslastung.

Der aus zwei Teilen bestehende Saal fasst bis zu 207 Menschen, die Zahl der Plätze kann im Extremfall auf 240 Plätze erweitert werden. Er sei damit einer der größten, wenn nicht der größte Gerichtssaal Deutschlands. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen liegt er im Souterrain. Eine bis zu einem Meter dicke Stahlbetondecke schützt vor möglichen Anschlägen. Die Gefangenen werden in unterirdischen Gängen zur Anklagebank geführt. Der rund 15 Millionen Euro teure Bau war Anfang 2014 begonnen worden. Er umfasst neben dem Gerichtssaal auch eine Turnhalle für Personal und Häftlinge. Dies sei keineswegs Luxus, betonte Bausback.
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