Geringe Verschuldung bremst Förderung

Die Auffahrt auf die schnelle Datenautobahn macht in der Großgemeinde Fortschritte. Der Bau des Zubringers geht aber nur schleppend voran. Höchstmögliche Zuschüsse sind Voraussetzung, um im Gemeindebereich Mähring in den Genuss des schnellen Internets zu kommen.

Der Antrag auf Förderung für den dringend notwendigen Breitband-Ausbau in der Gemeinde sei gestellt, erklärte Bürgermeister Josef Schmidkonz bei der Gemeinderatssitzung. Bei der Bürgerversammlung am 9. Oktober werden Fachleute vom Breitbandzentrum die komplexe Materie von allen Seiten beleuchten.

Schmidkonz informierte über die geplante interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau. "Derzeit gibt es wenig Informationen dazu, weshalb ich auf die Bürgerversammlung setze."

"Dabei erhofft sich der Rathauschef Informationen zur Zuschusssituation. "Bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit profitieren alle und es sind 50 000 Euro mehr Förderung möglich." Um das komplette Gebiet erschließen zu können, sei die Großgemeinde Mähring auf die höchstmögliche Förderung angewiesen, Derzeit sei lediglich eine 80-prozentige Unterstützung möglich. "Wir brauchen aber 90 Prozent, beziehungsweise 920 000 Euro, plus eventuell 50 000 Euro zusätzlich."

Bei der interkommunalen Zusammenarbeit denkt Schmidkonz insbesondere an Pilmersreuth am Wald, das zu Tirschenreuth gehöre, aber nur über die Gemeinde Mähring erschlossen werden könne. Umgekehrt könne Fiedlhof nur über die Kreisstadt zu einem Breitbandanschluss kommen. Bei der Erfüllung der Förderkriterien gebe es einen "Haken". Die Verschuldung der Gemeinde sei mit 432 Euro pro Kopf zu niedrig.

Der Zusammenschluss von zehn Gemeinden im Stiftland wird künftig "Ikom-Stiftland" statt "Ile" (Integrierte Ländliche Entwicklung) heißen. Die Gemeinde Mähring hat dem Beitritt schon vor längerer Zeit zugestimmt. In der Satzung sei angedacht, dass jede Gemeinde einen Sockelbeitrag von 750 Euro bezahlt und pro Einwohner einen Beitrag von 50 Cent erhebt.

Die "Ikom-Stiftland" soll im Januar 2015 starten. Sinn des Zusammenschlusses sei es, gemeinsam Projekte zu verwirklichen, die einzelne Gemeinden alleine nicht umsetzen könnten. Durch gezielte Zusammenarbeit könnten mehr Fördertöpfe angezapft werden. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus. Als Verbandsrat bestellte es Bürgermeister Josef Schmidkonz.

Toskanahäuser

Die Bauvoranfragen zweier Ehepaare, die beide je ein Haus im Baugebiet "Poppenreuther Straße" in Großkonreuth im mediterranen Stil bauen wollen, weichen vom Bebauungsplan ab. Statt eines Satteldaches wollen die Bauherren ein Walmdach, statt rechteckig sollen die Gebäude quadratisch werden. Die Dachneigung soll nur 16 beziehungsweise 14 Grad statt 38 bis 40 Grad betragen.

Die Geschossplanungen weichen ebenfalls ab. Die Räte sprachen sich für die Vorhaben aus. Die Voranfragen gehen jetzt ans Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde.

Zustimmung fand auch der Antrag auf Errichtung und Betrieb eines Brauchwasserbrunnens, den ein Dippersreuther Landwirt bauen will. Er erweitert seinen Stall und braucht deshalb mehr Wasser für das Vieh.
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