Germanwings: Unglücksmaschine alt, aber nachgerüstet
Mit neuester Technik

Das abgestürzte Germanwings-Flugzeug ist nach Angaben der Fluggesellschaft mit aktuellster Computertechnik ausgestattet gewesen. Ein Technik-Problem, wie es kürzlich bei einer Lufthansa-Maschine aus derselben Airbus-Familie bekanntgeworden war, sei daher bei dem Unglücksflieger nicht zu erwarten. Das sagte der Leiter des Flugbetriebs bei Germanwings, Stefan-Kenan Scheib, am Dienstag in Köln.

Ein Airbus A321 der Lufthansa wäre einem "Spiegel"-Bericht zufolge beinahe auf dem Flug von Bilbao nach München abgestürzt. Auslöser des Zwischenfalls am 5. November 2014 waren dem Artikel zufolge vereiste Sensoren. Sie hätten das Computersystem des Flugzeugs mit falschen Daten gefüttert. Die Crew verhinderte damals eine Katastrophe.

Bereits 46 700 Flüge

Bei dem am Dienstag abgestürzten Flugzeug der Lufthansa-Tochter Germanwings handelt es sich um einen Airbus A320. Diese Maschine war nach Germanwings-Angaben mit der neuesten Technik von Airbus ausgestattet. Scheib wollte sich nicht dazu äußern, warum die Maschine vor dem Unglück in einem achtminütigen Sinkflug war. Das wäre "wilde Spekulation".

Der abgestürzte Airbus A320 ist 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden und hatte 58 300 Flugstunden bei rund 46 700 Flügen absolviert. Damit gehörte die Maschine mit der Produktionsnummer 147 zu den ältesten noch in Betrieb stehenden A320. Insgesamt wurden demnach bislang 3889 Flugzeuge dieser Serie ausgeliefert, 3660 fliegen noch .

Airbus teilte weiter mit, dass ein Team von Technikern die französischen Behörden bei der Aufklärung des Absturzes unterstützt.
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