Gesundes Regensburg

Die Stadt Regensburg meldet für 2014 den niedrigsten Krankenstand in der Oberpfalz. So steht es in einer Studie der Techniker Krankenkasse. Am häufigsten fehlten die Erwerbstätigen dagegen im Landkreis Cham. Bei den psychischen Erkrankungen liegt eine andere Stadt vorne.

(nt/az) In der Stadt Regensburg war im vergangenen Jahr jede Erwerbsperson durchschnittlich 11,1 Tage krankgeschrieben. "Regensburg hat damit den niedrigsten Krankenstand in der Oberpfalz", sagte am Dienstag Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Das ergibt der Gesundheitsreport 2014 seiner Kasse. Es folgt der Landkreis Tirschenreuth mit 12,5 Tagen.

Stabile Psyche

Im Landkreis Cham hatte laut TK jede Erwerbsperson im Schnitt 16,2 Krankheitstage - Höchstwert in der Oberpfalz. Während in Regensburg mit über 2,3 Fehltagen im Schnitt psychische Erkrankungen Hauptverursacher waren, hatten die Chamer ihre größten Probleme mit dem Bewegungsapparat. Die Muskel-Skelett-Diagnosen machten dort dreieinhalb Fehltage aus. Depressionen, Verhaltensstörungen und Co. folgten mit zweieinhalb Tagen.

Den höchsten Wert bei den psychischen Erkrankungen in der Oberpfalz hatte die Stadt Weiden mit rund drei Fehltagen je Erwerbsperson. Bayernweit die stabilste Psyche haben scheinbar die Menschen im Landkreis Tirschenreuth und der Stadt Coburg mit nur 1,5 beziehungsweise 1,6 Fehltagen wegen dieser Diagnose. "Der aktuelle Gesundheitsreport zeigt, dass es unterschiedliche Belastungen in den bayerischen Regionen gibt", sagt TK-Leiter Bredl.

Präventionsangebote vor Ort, die den Menschen helfen, gesund zu bleiben, müssten deshalb noch weiter ausgebaut werden. Das sei auch das Anliegen der Bundesregierung, die mit dem neuen Präventionsgesetz ab 2016 ermögliche, dass die Krankenkassen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen können.

Die Bewohner im Landkreis München sind nach der Statistik am seltensten krankgeschrieben. 2014 hatte im Umkreis der Landeshauptstadt jede Erwerbsperson durchschnittlich 9,8 Krankheitstage - drei Tage weniger als der bayerische und fünf Tage weniger als der Bundesdurchschnitt. Vorjahressieger Starnberg landete knapp auf Platz zwei. Insgesamt ist der Krankenstand in den oberbayerischen Regionen rund ein Drittel niedriger als im Rest Deutschlands.

Dramatische Unterschiede

Ganz anders im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau: Dort sammelten sich 18,5 Fehltage pro Erwerbsperson an - beinahe doppelt so viele wie in München oder Starnberg. Die Ursachen waren aber dieselben: Psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden verursachten die meisten Fehltage.

Einen besonderen Schwerpunkt legten die Autoren der Studie auf gesundheitliche Probleme bei Studierenden. Dabei zeigten die Auswertungen, dass deutlich mehr Studenten und Studentinnen Psychopharmaka verordnet wurden. Die gesundheitlichen Belastungen unter Studierenden seien "besorgniserregend", hieß es in der Studie.
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