Gesundheitsfonds: Milliardenschwere Umschichtung
Bayern zahlt drauf

Neben dem Länderfinanzausgleich beklagt Bayern nun auch eine milliardenschwere Umverteilung von Versichertengeldern durch den Gesundheitsfonds - zulasten bayerischer Beitragszahler. Nach einem neuen Gutachten im Auftrag der Staatsregierung summieren sich die Abflüsse aus dem Freistaat teilweise auf mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr. Allein im Jahr 2011 seien unter dem Strich 2,16 Milliarden Euro abgeflossen, heißt es in der Expertise. "Das ist ungerecht. Der Gesundheitsfonds darf kein verdecktes Transfersystem zwischen den Ländern zulasten Bayerns sein", kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Der Gesundheitsfonds ist die große Geldsammel- und Verteilstelle der gesetzlichen Krankenversicherung. In den Fonds fließen Beiträge und Steuermittel, und aus dem Fonds bekommen die Krankenkassen ihr Geld. Dabei gibt es ein Ausgleichssystem: So bekommt eine Kasse mit kränkeren Versicherten mehr Geld als eine mit gesünderen. Bayerische Beitragszahler würden doppelt bestraft, klagt Huml: "Einerseits zahlen sie überdurchschnittlich viel in den Gesundheitsfonds ein, andererseits erhalten sie für ihre Versorgung zu wenig daraus zurück."
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