Gewinn im ersten Halbjahr um 40 Prozent erhöht - Geschäftsjahr umgestellt
ATU präsentiert positive Zahlen

Das Geschäft mit den Sommerreifen brummt. In diesem Bereich gewann ATU im ersten Halbjahr 2012 deutliche Marktanteile. Archivbild: dpa
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Deutschland und die Welt
10.08.2012
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Schafft Auto-Teile Unger (ATU) die unternehmerische Kehrtwende, den sogenannten Turnaround? Im ersten Halbjahr steigerte der in Weiden-Nord ansässige Marktführer im Kfz-Service - gegenüber den ersten sechs Monaten 2011 - den Gewinn (operatives Betriebsergebnis) um 40 Prozent auf 44 Millionen Euro. Auch der Umsatz legte um 1 Prozent auf 590 Millionen Euro zu.

Um die starken saisonalen Schwankungen und das komplette Wintergeschäft in der Bilanz abzubilden, hat ATU das Geschäftsjahr umgestellt: Entkoppelung vom Kalenderjahr, das Geschäftsjahr beginnt nun am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres.

ATU veröffentlichte die Finanzkennzahlen für das gesamte Jahr 2011 bisher nicht. Nach rückläufigen Umsätzen - von 1,38 Milliarden Euro 2007 auf 1,28 Milliarden Euro 2010 - gelang ATU in diesem Jahr die Stabilisierung des Kerngeschäfts, nämlich in den deutschlandweit 650 Werkstätten. Wie aus dem Weidener Unternehmen am Donnerstag verlautete, erfolgten in den Werkstätten viele "Veränderungen im Detail" wie die Verbesserung der Ersatzteile-Qualität oder transparente Festpreise. Die Umsätze bei Verschleißteilen stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 3,5 Prozent. Obwohl der Sommerreifenmarkt in Deutschland um 13 Prozent schrumpfte, verkaufte ATU 3,1 Prozent mehr Sommerreifen. ATU führt zwölf verschiedene Reifenmarken im Sortiment - mit vielen Angeboten.

E-Commerce ausgebaut

"Die guten Ergebnisse der ersten sechs Monate 2012 zeigen, dass ATU auf dem richtigen Weg ist. Dazu hat auch die erfolgreiche Neupositionierung des Unternehmens mit der TV-Kampagne ,Meister gegen den Verschleiß' beigetragen", sagte Manfred Ries, Vorsitzender der ATU-Geschäftsführung. "Deutlich ausgebaut" (plus 65 Prozent) hat ATU das Wachstumsfeld E-Commerce. Dagegen zeigte sich eine "Kaufzurückhaltung der Konsumenten in einem schwächer als erwarteten Shop-Geschäft". Diese Autofahrer-Fachmärkte stellen nach den Werkstätten eine wichtige Säule in der ATU-Geschäftsphilosophie dar. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 erwartet ATU ein "moderates Umsatzwachstum und eine weitere Steigerung des operativen Betriebsergebnisses".

Eigentümer von ATU ist die US-Beteiligungsgesellschaft (Private Equity Investment) Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) mit Sitz in New York. 2014 laufen die drei Unternehmensanleihen aus. Bei der Restrukturierung 2008 erhielt ATU eine Eigenkapitalspritze von 140 Millionen Euro.
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