"Glänzende 18 Jahre"

"Ich habe die Arbeit nicht gemacht, um Altbürgermeister zu werden. Mir hat das Amt Spaß gemacht, weil ich zum Wohle aller Bürger wirken konnte." Mit bescheidenen Worten dankte Lorenz Enslein für eine besondere Auszeichnung.

Bürgermeister Rudolf Schopper legte extra seine Amtskette um, als er den zweiten Teil der Gemeinderatsitzung im Gasthaus Schedl in Wurz eröffnete. "Wir wollen heute zum Jahresabschluss jemanden ehren, dessen Wirken für die Gemeinde uneingeschränktes Lob und Anerkennung verdient."

Seine Laudation begann Bürgermeister Schopper mit der Kandidatur in der ehemaligen Gemeinde Eppenreuth, "in die die zu ehrende Person vor über 36 Jahren zog". In den Gemeinderat Püchersreuth schaffte es Enslein 1978. In den örtlichen Vereinen ist er fest verwurzelt, besonders in der Feuerwehr. Mit guten Kontakten setzte er sich für die Belange der Bürger ein.

Seine politische Heimat war immer die CSU. Er knüpfte und pflegte stets gute Kontakte zu hochrangigen politischen Amtsträgern. Bereits 1984 wurde er dritter und zwei Jahre später zweiter Bürgermeister der Gemeinde. Bürgermeister a. D. Enslein habe mit Bürgernähe und Bodenständigkeit glänzende 18 Jahre als Verwaltungschef hingelegt. "Überlegt und zielstrebig wurden Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt."

Lorenz habe es immer wieder geschafft, Unterstützer und Förderer ins Boot zu holen. "Ohne solche Kooperationen wären die meisten Maßnahmen unbezahlbar gewesen." Enslein sei hartnäckig und ausdauernd gewesen. Schopper nannte die Dorferneuerungen mit Flurbereinigungsmaßnahmen. Das Ergebnis: "Die Orte wurden mehrfach ausgezeichnet." Lang war die Liste der Projekte, die Enslein in Angriff genommen habe.

"Wir haben eine intakte Gemeinde mit wunderschönen Dörfern und einer gepflegten und sehenswerten Landschaft. Wir sind weit über die Grenzen des Landkreises bekannt", lobte Schopper. Seit acht Monaten sei sein Vorgänger nun im wohlverdienten Ruhestand als Bürgermeister. "Du hast stets mit Elan und Tatkraft dieses Amt ausgefüllt. Auch wenn es Stunden des Ärgers gab, überwiegen hoffentlich die schönen Erinnerungen."

"Im Namen Bürger" überreichte Schopper an Enslein die Ernennungsurkunde sowie ein Bild mit den schönsten Flecken seiner Gemeinde.
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