Glasfaser ersetzt Kupferleitung

Künftig werden die alten Kupferleitungen (links) durch die schnelleren Glasfaserkabel ersetzt. Walter Huber von der Breitbandversorgung Bayern zeigte die Anschauungsobjekte bei der Bürgerversammlung. Bild: axs

Wer heute den Anschluss nicht verlieren will, der ist auf schnelles Internet angewiesen. Auch im Gemeindegebiet Mähring soll die Breitbandversorgung verbessert werden - vor allem in kleineren Orten.

Über den Stand der Planungen informierte bei der Bürgerversammlung in Großkonreuth Walter Huber von der Breitbandversorgung Bayern. Bürgermeister Josef Schmidkonz betonte, man strebe schnellere Leitungen und eine flächendeckende Versorgung der Gemeinde an. Im kommenden Jahr sollen entsprechende Maßnahmen in Angriff genommen werden.

Dazu sollen insgesamt 920 000 Euro investiert werden, zu 80 Prozent staatlich gefördert. Um den Höchstsatz von 90 Prozent zu bekommen, habe die Gemeinde einfach zu wenig Schulden gemacht, sagte Schmidkonz: "Dafür werden wir jetzt bestraft, das ärgert mich." Voraussetzungen für den maximalen Geldfluss sind nämlich verschiedenen Faktoren. Zum einem muss es sich um einen Raum mit besonderem Bedarf, also Grenzraum handeln. Zum anderen muss die Region vom demografischen Wandel betroffen und eine überdurchschnittliche Verschuldung vorhanden sein.

Trotzdem muss gehandelt werden, waren sich die Anwesenden einig. Walter Huber erklärt, dass bisher im Gemeindegebiet überall Kupferleitungen verlegt seien. Sowohl zu den Kabelverzweigern als auch von den Kästen bis in die Haushalte. Künftig könnte ein Teil der Leitungen, nämlich die zu den Verzweigern, durch Glasfaserkabel ersetzt werden. Dadurch werde eine Übertragungsrate von 30 bis 50 Mbit erreicht. Je nach Länge des Kabels und Entfernung zum Knotenpunkt schwächt sich das Signal wieder ab.

Ziel ist es in den kommenden Monaten, nachdem bald Angebote für den Ausbau eingeholt werden, die Kabelverbindungen in allen Orten zu verbessern. Natürlich gäbe es auch die Option, in alle Haushalte Glasfaserkabel zu legen. Doch der Aufwand für die Grabungsarbeiten wäre einfach zu groß, die Maßnahmen kämen zu teuer, erklärte der Fachmann. So werden also neue Kabelverzweiger aufgestellt und teilweise die neuen Kabel verlegt.

Damit erhöhe sich grundsätzlich überall die Übertragungsgeschwindigkeit, erläuterte Huber. In Großkonreuth und Mähring werde sich wenig ändern, dort sei die Versorgung schon gut. Besser erschlossen würden aber auf jeden Fall Orte wie Frauenreuth und Dippersreuth. "Welche Teile des Gebietes abgedeckt werden, entscheidet die Gemeinde", erklärt Anton Hösl vom Vermessungsamt. Es sollte aber überall eine Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit erreicht werden.

Was den Zeitplan betrifft, so ist bald die Markterkundung abgeschlossen und das Auswahlverfahren für den Anbieter beginnt. Bis es zu einer Einigung kommt, kann es bis Ende Januar dauern. "Ende Januar sollte der erste Anschluss in Betrieb sein", sagte Huber abschließend.
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