Glocke mit viel Symbolkraft

Auch der neue Glockenturm ist das Wahrzeichen des Orts Bernrieth. Nun erhielt er den Segen. Der Männergesangverein Leuchtenberg begleitete die Feier. Bild: sl

"Ein kleiner Festtag, auch mit ehemaligen Dorfbewohnern, soll dies heut sein", sagte der Bernriether Karl Bodensteiner vor der Segnung des neuen Glockenturms. Pfarrer Moses Gudapati weihte anschließend das Bernriether Wahrzeichen und ging auf die Bedeutung ein.

Zuvor trug Maria Baier die Lesung und vor. Johanna Bodensteiner war für die Fürbitten zuständig. Die Teilnehmer gedachten außerdem der Verstorbenen, besonders Hans und Markus Schönberger sowie Bernhard Baier.

Nach der Segnung durch den Geistlichen ließ Jakob Bodensteiner die Glocke im neuen Turm erklingen. Der Männergesangverein "Liederkranz", der auf Einladung von Josef Baier gekommen war, begleitete den Weiheakt unter Chorleitung von Ehrenvorsitzendem Josef Winter.

Eine Rarität

Als Rarität bezeichnete Bodensteiner den Glockenturm in einem Dorf mit drei Haushalten/Bauerngehöften. "Es stand die Frage: Brauchen wir noch eine Glocke? Aber sie hat eine symbolische Bedeutung für die Dorfgemeinschaft und unserer Wurzeln. Sie erklingt zu den Gebetszeiten drei Mal am Tag und dient auch als Warnsignal." Er dankte allen Helfern, den Bernriethern, sowie Reinhard Bruckner und Karl Schmid für die freiwilligen Dienste beim Abbruch und der Neuerrichtung.

Zimmermeister Wolfgang Härtl aus Irchenrieth, der das Bauwerk fertigte, hatte dazu Lärchenholz aus der Region verwendet. Die Kosten haben die Familien Baier, Bodensteiner und Schönberger übernommen. Den Strom für das Geläut zahlt die Gemeinde Leuchtenberg. Elektromeister Martin Hölzl hatte die Arbeiten ausgeführt.

Aus dem Jahr 1910

Das 30 Jahre alte Dach aus Kupfer konnte wiederverwendet werden. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1910. Damals wurde von den Bauern Baier, Bodensteiner und Großmann, heute Schönberger, der erste Turm aufgestellt und die Glocke gegossen mit den drei Namen der Bauern. "Ihr seit sicherlich ein kleines Dorf und habt ein Anrecht auf einen Mittelpunkt, den Glockenturm, und ihr habt hier enormes vollbracht ," sagte Bürgermeister Anton Kappl. Er dankte mit einer Spende. "Wenn alles so wäre wie hier in Bernrieth, wäre vieles ein Leichtes." In der Remise, dem Eingangsbereich zum Hof der Familie Schönberger, wurde anschließend gefeiert.
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