"Gott will, dass wir teilen"

Kindergartenkinder, Krabbelgruppe, Krippenkinder, Grundschüler und natürlich Eltern und Großeltern aus der ganzen Großgemeinde waren zum Martinszug gekommen. Bild: wg

Der Martinszug ist alle Jahre ein Erlebnis für Groß und Klein. Noch dazu, wenn vorneweg St. Martin hoch zu Ross den Zug anführt.

Kinder aus der gesamten Großgemeinde waren zum Martinszug gekommen. St.Martin (Engelbert Weiß aus Dippersreuth) führte den langen Martinszug hoch zu Ross an, es folgte der Bläsernachwuchs der Großkonreuther Blasmusik und Pfarrer Dr. Charles Ifemeje. Mit dabei waren auch die Krabbelgruppe und Krippenkinder sowie die Grundschüler der 1. und 2. Klasse. Mehrere 100 Teilnehmer marschierten durch das Dorf zur Kirche.

Schon lange vor der Aufstellung kamen die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zum Treffpunkt am St. Martinsheim. In den Händen hielten sie stolz ihre selbst gebastelten Laternen, die schon von den Eltern entzündet worden waren. Der Elternbeirat hatte vor dem Jugendheim Stehtische aufgebaut, außerdem gab es vor dem Abmarsch und nach der Kirche einen Glühwein-Ausschank, und natürlich auch Kinderpunsch. Alle teilnehmenden Kinder erhielten Martinshörnchen als Geschenk.

Beim Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin übernahmen die Buben und Mädchen des Kindergartens die Gestaltung, sie sangen mehrere Lieder über Sterne, Laternen und den Heiligen Martin, über das Teilen und dass genug für alle da ist. Außerdem trugen sie Gedichte vor und spielten die Szene nach, als St. Martin mitten im kalten Winter auf einen Bettler trifft und mit dem Schwert seinen Mantel teilt, um ihn an den Mann zu verschenken.

Kindgerechte Predigt

"Es gibt viele Menschen in Sorge und Not, sie warten auf Menschen mit Liebe und Brot. Ob arm oder reich, irgendwann sind wir alle gleich", wiederholte Pfarrer Ifemeje die Botschaft der Kinder in seiner kindgerechten Predigt.

"Gott will, dass wir teilen - so wie St. Martin", betonte Ifemeje, der sich bei den Kindern für die schönen Lieder und das Martinsspiel bedankte. "Ihr sollt Christi Augen sein in der Not, seine Zeugen in der Welt", wünschte sich der Hirte, bevor die Kinder die Fürbitten übernahmen und Gott um Hilfe baten für alle Menschen, die in Not geraten sind oder obdachlos sind.
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