Grafenwöhrer Team bei der Betonkanu-Regatta in Brandenburg
Wasserfloh ein Schwergewicht

Bild: hfz
Grafenwöhr. Ein Boot ist normalerweise aus Holz, Kunststoff oder Metall. Beim Bau ihres Kanus warfen die Jugendlichen der Berufsschule des St.-Michaels-Werks jedoch diese Materialien komplett über Bord.

Die Arbeit in der "Schul-Werft" hat sich gelohnt: Bei der 15. Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg hat das Grafenwöhrer Team keinen Schiffbruch erlitten. Der selbstgebaute "Oberpfälzer Wasserfloh" brachte seine Besatzung sicher über den Beetzsee.

Das Kanu aus Beton war an der Schule in einem fächerübergreifenden Projekt entstanden: Zimmerer, Schreiner, Maler und Betonbauer packten gemeinsam an. Die betreuenden Lehrkräfte Wolfgang Riedl, Stephan Auers, Bernhard Richthammer und Gerd Seitz achteten darauf, dass jeder Schüler seine Stärken und sein Wissen einbringen konnte. Da gerade das Lernfeld "Betontechnologie" sehr theoretisch ist, sind solche Projekte als Abwechslung im Stundenplan sehr willkommen.

Einzige Berufsschule

Dass sie nicht nur handwerklich geschickt, sondern auch "hochseetauglich" sind, stellten die Betonboot-Bauer in Brandenburg unter Beweis. Unter den Teams, die im Beetzsee ihre Boote zu Wasser ließen, waren die Grafenwöhrer die einzige Berufsschule - allein 45 Hochschulen waren im Teilnehmerfeld vertreten. In der Wettkampfklasse paddelten Lovro Sebesic und Hans Geigenmüller. Vom Ufer aus feuerten auch Schulleiter Peter Fleischmann und einige Lehrkräfte die "Wasserflöhe" an.

Den Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft wertete Fleischmann als dickes Plus für das Renommee der Berufsschule. Das Kanu-Projekt stelle eine wertvolle Bereicherung und Ergänzung in der Ausbildung der Jugendlichen dar. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren des St. Michaels-Werks: Die Firmen TBG Nabburg, Suttner (Pressath) und der Drucktechnik-Betrieb Hutzler (Grafenwöhr) halfen, den Baustoffbedarf und den logistischen Aufwand des Wettbewerbs zu stemmen Für das Michaelswerk hatte sich Geschäftsführender Vorstand Tassilo Heimberg dafür eingesetzt, dass das Team mit Erfolg in See stechen konnte.
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