Gremien ziehen an einem Strang

Neben dem Präsidium sind der Hochschulrat und der Senat zentrale Organe der Hochschule. Hochkarätig besetzt, bestimmen sie die mittel- und langfristigen Geschicke der Ostbayerischen Technischen Hochschule mit.

Amberg/Weiden.(tt) Zwar laufen im Präsidium der Hochschule mit Präsident Professor Dr. Erich Bauer, der Vizepräsidentin, dem Vizepräsidenten, dem Kanzler und Vizekanzler als Leitung der Hochschule die Fäden der strategischen Ausrichtung und der operativen Umsetzung zusammen, doch allein steht es in Führungsfragen nicht.

Großen Einfluss auf die Entwicklung der Hochschule und seiner beiden Standorte hat der Hochschulrat. Seine Existenz und seine Aufgaben sind im Bayerischen Hochschulgesetz festgeschrieben. Vorsitzender des Hochschulrates der OTH ist bereits in der zweiten Wahlperiode Christian Engel. Engel ist auch Geschäftsführer von BHS Corrugated in Weiherhammer und sieht als Wirtschaftsvertreter im Hochschulrat eine Plattform, die "den Kontakt zur Außenwelt herstellt". Folgerichtig betont er: "Das Wort Hochschulrat trägt eine wichtige Funktion bereits in sich, nämlich den Rat." Der Hochschulrat setzt sich aus zehn internen Hochschulvertretern und zehn externen Mitgliedern wie Engel zusammen. Die Aufgaben des Hochschulrates sind breitgefächert, wie Christian Engel erklärt: "Zum Beispiel müssen der Haushalt der Hochschule dem Hochschulrat zur Genehmigung vorgelegt werden, Änderungen der Satzung oder auch die Einführung neuer Studiengänge. Damit verstehen wir uns auch als Aufsichts- und Kontrollorgan." Qualitätssicherungs- und Akkreditierungsfragen seien ebenfalls Gegenstand der regelmäßigen Treffen des Hochschulrates: "Wir wollen Prozesse von höchster Qualität, etwa bei der Zulassung oder bei den Lehrplänen." Auch über neue Studiengänge tauscht sich das Gremium aus, grundsätzlich gehe es bei der Arbeit des Rates also um "Richtungsentscheidungen".

Konstruktive Stimmung

Wichtig ist Engel in der Gremienarbeit der Gedankenaustausch mit den Entscheidern: "Wir stehen in einem sehr fruchtbaren Dialog mit der Hochschulleitung, mit den Dekanen und dem Senat, der ja in Personalunion auch im Hochschulrat vertreten ist. So können wir in allen Angelegenheiten unsere Meinung mit einbringen und Entscheidungen zum Nutzen der gesamten Hochschule treffen."

Engel erinnert sich an die Bewerbung um den Rang einer "Technischen Hochschule", die der Hochschulrat nach Kräften unterstützt habe: "Dieser Status war für uns ein Meilenstein. Er eröffnet uns neue Möglichkeiten, erschließt Finanzquellen und bewirkte, dass zum Beispiel auch der Lehrkörper erweitert werden konnte." Engels Zeit im Hochschulrat neigt sich aber dem Ende zu, im Sommer wird er turnusgemäß ausscheiden. Eine erneute Wiederwahl ist nicht möglich. "Auch andere Kollegen aus dem Hochschulrat werden im nächsten Jahr ausscheiden." Zu Engels Aufgaben wird es gehören, Vorschläge für Nachrücker zu unterbreiten. Seinen Nachfolgern wünscht er dabei vor allem eines: "Dass der positive und euphorische Spirit, den wir in den vergangenen Jahren erleben durften, weitergegeben wird. Die Stimmung in den Leitungsgremien ist äußerst konstruktiv und nach vorne gerichtet", lobt Engel alle Beteiligten.

Ein Organ, das ausschließlich mit hochschulinternen Mitgliedern besetzt ist, ist der Senat. Zu seinen Aufgaben zählen etwa die Bestimmung von Forschungsschwerpunkten, Stellungnahmen zu Berufungen von Professorinnen und Professoren, Beschlüsse über die Einführung neuer Studiengänge oder auch Gleichstellungsfragen. "Auch Vertreterinnen der Studierenden sind im Senat", erklärt Professor Ulrich Müller, der dem Gremium vorsteht. "Da kann durchaus auch kontrovers diskutiert werden. Das ist aber gut und richtig so. Schließlich müssen die verschiedenen Argumente gesichtet und sauber ausgetauscht werden."

(Der nächste Beitrag zum OTH-Jubiläum erscheint am Samstag, 6. Dezember.)
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