Griechischer Regierungschef macht vor Treffen mit Merkel und Hollande mit Horrorszenarien ...
Tsipras warnt vor Kollaps der Euro-Zone

Alexis Tsipras warnt vor dem Anfang vom Ende der Euro-Zone. Bild: dpa
Vor einem möglicherweise entscheidenden Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef François Hollande hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras ein Horrorszenario über den Zusammenbruch der Währungsunion gemalt. Sollte Griechenland die Euro-Zone verlassen müssen, könnten Spanien oder Italien dieses Schicksal teilen. In der Folge könnte dies zum Zusammenbruch der Währungsunion führen, sagte Tsipras am Dienstag im Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". "Es wäre der Anfang vom Ende der Euro-Zone." Tsipras warnte, dass die Kosten für die europäischen Steuerzahler enorm seien.

Auf dem für heute anberaumten Treffen mit Merkel und Hollande in Brüssel will Tsipras erneut versuchen, einen Kompromiss im Streit um die Forderungen der Gläubiger an Griechenland zu finden. Die Regierung in Athen hat in der Nacht zum Dienstag neue Reformvorschläge vorgelegt, die jedoch von Brüssel als nicht ausreichend bewertet wurden. Die Ziele zur Haushaltskonsolidierung blieben hinter den Absprachen zurück, hieß es.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der seinen griechischen Kollegen Gianis Varoufakis am Montag in Berlin getroffen hatte, berichtete der Unionsfraktion im Bundestag nach Teilnehmerangaben, dabei sei nichts Neues zur Sprache gekommen. Es sei nun an Athen, seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Am Dienstagabend trafen sich zudem Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel, um die weitere Linie im Schulden-Drama abzustimmen. Nach Darstellung des finnischen Finanzministers Alexander Stubb verliert die Euro-Gruppe allmählich die Geduld mit Athen.
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