Große Sorge um Altkanzler Helmut Schmidt

Helmut Schmidt. Archivbild: dpa
Altkanzler Helmut Schmidt geht es sehr schlecht. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des SPD-Politikers erfuhr, hat sich der Gesundheitszustand des 96-Jährigen erheblich verschlechtert. Schmidts Leibarzt Professor Heiner Greten sagte der "Bild"-Zeitung: "Sein Körper hat kaum noch Widerstandskräfte. Wir müssen jederzeit mit allem rechnen." Zuerst hatten das "Hamburger Abendblatt" und der Sender NDR 90,3 unter Verweis auf Schmidts Freundeskreis über die Verschlechterung berichtet.

Dem "Abendblatt" zufolge ist Schmidts Tochter aus England nach Hamburg gekommen und hält sich bei ihrem Vater im Elternhaus auf. Der Altkanzler war Anfang September in Hamburg wegen eines Blutgerinnsels am Bein operiert worden. Nach gut zwei Wochen verließ er das Krankenhaus und kehrte in sein Haus in Hamburg-Langenhorn zurück, wo er rund um die Uhr betreut wird. "Die Entlassung erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten", hatte die Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg damals erklärt. Die "Bild"-Zeitung schrieb unter Berufung auf den Leibarzt und die Familie, Schmidts Zustand habe sich seit dem Wochenende "dramatisch zugespitzt". Der Altkanzler habe sich zusätzlich zu weiteren Beschwerden in Folge der Gefäß-OP eine unklare Infektion zugezogen, habe hohes Fieber und sei derzeit nicht mehr ansprechbar. Nach Schmidts Entlassung aus der Klinik Mitte September hatte sein Kardiologe Professor Karl-Heinz Kuck die Hoffnung geäußert, dass der 96-Jährige wieder zu Kräften kommt. Gegen eine Zigarette hatte Kuck nichts einzuwenden. "Schmidt raucht seit mehr als 80 Jahren. Er soll ruhig wieder zur Zigarette greifen. Hauptsache, er bewegt sich." (Seite 2)
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.