Großeinsatz am Wasser

Die Pfrentscher Feuerwehr musste bei der Übung eine Tauchwandsperre in der Pfreimd errichten. Bild: fjo

Im unwegsamen Gelände des ehemaligen Pfrentschweihers leckte die mitteleuropäische Rohölleitung (MERO). Zäher Ölschlamm ergoss sich in die Pfreimd und trieb der Naab entgegen. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung.

Von Waidhaus bis Roding erfolgte die Alarmierung. Kreisbrandrat Richard Meier koordinierte den Einsatz. Hilfe leisteten die Feuerwehren aus Vohenstrauß, Pfrentsch, Lohma, Waidhaus, Pleystein, Eslarn, Moosbach und Burgtreswitz mit dem Katastrophenschutz aus Neustadt/WN. Die zentrale Leitung saß im Eslarner Feuerwehrhaus.

Der Einsatz ging auf einer sehr großen Fläche über die Bühne. Die Bevölkerung bekam von der Übung nicht viel mit. Die Aufgabe der Pfrentscher unter Kommandant Andreas Neuber bestand im Aufbau einer Tauchwandsperre in der Pfreimd. Nur Feuerwehrmann Hubert Wildenauer musste sich in wasserfeste Schutzausrüstung kleiden, um die mechanische Absperrung im Gewässer zwischen der Brücke und dem Getränkelager Burger auf Niveau zu halten. Die gewählte Stelle war kaum einsehbar.

Kreis um die Leckstelle

Weit draußen auf dem Pfrentschweiherwiesen befand sich die Waidhauser Wehr. Zwölf Hilfeleistende markierten dort einen Kreis von 100 Metern Durchmesser um die Leckstelle unter Leitung von Kommandant Markus Schwarz. Gerade noch in Sichtweite stand der Zug aus Vohenstrauß vor dem Pfrentscher Feuerwehrhaus, um das Geschehen in der Luft mit Messgeräten zu dokumentieren. Außerdem übernahmen sie den Brandschutz. Zu diesem Zweck musste die Gemeindestraße nach Pfrentschweiher gesperrt werden. Bei der Bodenmühle errichteten die Wehren aus Eslarn und Pleystein auf der Pfreimd gemeinsam eine Ölsperre und saugten das ankommende Material auf. Für eine weitere Ölsperre unweit Lohma sorgten die Feuerwehrleute aus Moosbach und Burgtreswitz.

Ans Gerätehaus Eslarn beorderte die Alarmierungsleitstelle darüber hinaus die Helfer des landkreisweiten Katastrophenschutzes mit ihrem mobilen Kastenwagen. Die Kreisbrandmeister Thomas Kleber (Eslarn), Martin Weig (Vohenstrauß) und Gerhard Gösl (Altenstadt bei Vohenstrauß) brachten sich in den Ablauf ebenso ein, wie Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer (Pleystein). Zum Dank erhielten alle Beteiligten auf Kosten der MERO eine Brotzeit in der Gerätehalle. Danach erfolgte die abschließende Einsatzbesprechung.
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