Großeltern begleiten in Landestracht Enkelin zur Einschulung
Aus Kirgistan angereist

Hirschau. (ads) Dass Eltern und Großeltern bei der Einschulung des wissbegierigen Nachwuchses mit dabei sind, ist nichts ungewöhnliches. Eher schon, dass Oma und Opa aus Kirgistan in Landestracht anreisen.

"Es ist wirklich eine Seltenheit, dass Großeltern so einen weiten und sehr beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um an der Einschulung ihres Enkelkindes teilnehmen zu können, was darauf hinweist, wie wichtig in Kirgistan die Einschulung und damit auch der Sprung vom Kleinkind zum Schulkind genommen wird", sagte Rektor Hans Meindl.

Die besagten Großeltern wohnen in einem kleinen Bergdorf und nahmen etwa fünf bis sechs Stunden Fahrt auf äußerst schlechten Wegen in Kauf, um in die Hauptstadt Bischkek zu kommen und von dort nach Deutschland zu fliegen. Auch größere bürokratische Hürden waren bei dem geplanten Besuch zu überwinden gewesen. Es muss eine Einladung von einer Person aus Deutschland vorliegen, damit die deutsche Botschaft in Kirgistan überhaupt eine Reiseerlaubnis ausstellt. Ferner muss mit einigen Formularen die Rückkehrwilligkeit der Großeltern ins Heimatland bescheinigt werden. Das alles haben die Großeltern in Kauf genommen, um bei der Einschulung ihrer Enkelin dabei sein zu können. Das Schulsystem in Kirgistan sagten sie, sei viel strenger. Dort gebe es keine spielerischen Möglichkeiten etwas zu lernen. 37 Abc-Schützen, sechs mehr als im vergangenen Schuljahr, starteten am ersten Schultag an der Hirschauer Grundschule in einen neuen Lebensabschnitt.
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