Grüne fordern Umdenken wegen des Fachkräftemangels - Alle Bildungsschichten in Pflegebereich ...
Am Image von Handwerksberufen feilen

Der demografische Wandel und seine Folgen standen bei der Bezirksversammlung des Bezirksverbands Oberpfalz von Bündnis 90/Die Grünen am Wochende im Mittelpunkt. "Unabhängig von Zu- und Wegzug - die Gesellschaft verändert sich" meinte der Bezirksvorsitzende Stefan Schmidt in Sinzing (Kreis Regensburg). "In der Oberpfalz steigt das Alter, aber die Einwohnerzahl sinkt", unterstrich die Bundestagsabgeordnete Doris Wagner.

Vor allem der Norden des Regierungsbezirks würde einwohnermäßig schrumpfen, wohingegen in Regensburg noch ein reger Zuzug herrschen würde. Im Vordergrund stehe die Frage: "Was braucht die jeweilige Person in einer älter werdenden Welt?" Wagner sprach außerdem die Herabsetzung des Wahlmindestalters an, was in der Runde zu heftigen Diskussionen führte.

Während einige der Grünen diese Überlegung ablehnten, erklärte Judith Werner, die Vorsitzende des Kreisverbands Regensburg Stadt, dass sie sich ein solches Vorgehen - wenn auch mit ein Einschränkungen - durchaus vorstellen könnte. "Man könnte zum Beispiel mit Wahlregistern arbeiten, in die sich Jugendliche eintragen lassen können, die gerne wählen möchten", erklärte sie. Bei der Frage, wie man es älteren Menschen ermöglichen könne, länger gesund zu arbeiten, waren sich alle Anwesenden einig: Das sei vor allem ein Problem des Systems. Fachkräftemangel war hier das Stichwort. "Es geht um das Image von Handwerksberufen. In der Gesellschaft ist verankert, dass das ja eigentlich nichts ist", erklärte Margit Kunc, Bezirksvorsitzende in der Oberpfalz.

Gabi Bayer, Vorsitzende des Kreisverbands Neumarkt, nannte hierzu als Beispiel den Pflegebereich, wo man aufgrund des Fachkräftemangels versuchen müsse, Menschen aus allen Bildungsschichten in den Pflegebereich zu bringen.
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