Gute Freunde halten zusammen

Die Fördervereine in Amberg und Weiden begleiten die OTH am Doppelstandort mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung und haben maßgeblichen Anteil am Erfolgsmodell Hochschule.

Amberg/Weiden.(tt) "Ein Freund, ein guter Freund, das ist das beste, was es gibt", sang einst Schauspieler Heinz Rühmann. Freunde sind Menschen, die einem in guten und schlechten Zeiten beistehen, zuhören, helfen, wenn man sie braucht, mit denen man sich aber auch gemeinsam über Erreichtes freuen kann.

Wertschätzung

Auch die OTH hat Freunde, nämlich die "Amberger Freunde der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden e.V." und den "Verein zur Förderung der OTH Weiden e.V.". "Die Fördervereine sind an beiden Standorten zu unentbehrlichen Partnern geworden", betont Dr. Wolfgang Weber, der an der OTH unter anderem für die Hochschulentwicklung verantwortlich ist, "ihre Bedeutung ist nicht hoch genug einzuschätzen".

In der Tat profitieren die Hochschule als Institution, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aber die Studierenden in hohem Maße vom Engagement der beiden Fördervereine. "Wir versuchen die Hochschule in Angelegenheiten zu unterstützen, für die sie selbst kein Budget hat", bringt Dr. Erich Voss, Vorsitzender der Amberger OTH-Freunde, eine Grundidee auf den Punkt. Die Mittel dafür stammen aus Spenden und Beiträgen der Mitglieder.

Förderpreise

"Wir haben zum Beispiel Mitarbeiterfeste gefördert, Exkursionen, das Studentenkino, den Studienplaner und andere Dinge, die unseres Erachtens wichtig für den Zusammenhalt an der Hochschule sind." Tief in die Tasche greift der Amberger Förderverein etwa auch für die Unterstützung des Amberger Technologie-Campus: "Hierfür stellen wir fünf Jahre lang je 20 000 Euro zur Verfügung." Am Herzen liegt Voss und seinen Mitstreitern die Anerkennung besonderer Leistungen: In jedem Studienjahr erhalten daher zwei Absolventinnen oder Absolventen, die herausragende Abschlüsse abliefern, einen Förderpreis über 1000 Euro. Das macht sich nicht nur im studentischen Portemonnaie bemerkbar, sondern erweist sich auch bei Bewerbungen als vorteilhaft.

Auch sogenannte Deutschlandstipendien werden vom Verein mitgetragen. Bei diesem Modell erhalten die Stipendiaten vom Staat monatlich 150 Euro zur freien Verfügung, unter der Prämisse, dass sich private Geldgeber finden, die Mittel in derselben Höhe beisteuern. "Als OTH-Freunde unterstützen wir hier derzeit drei Stipendienempfänger mit jährlich 1800 Euro."

Gute Zusammenarbeit

Der Förderverein der OTH in Weiden engagiert sich bei den Deutschlandstipendien seit Jahren ebenfalls mit personenbezogenen Zuschüssen, lässt dessen Vorstand Rudolf Winter wissen. Auch die Weidener vergeben jährlich zwei Förderpreise über jeweils 1000 Euro an herausragende Studierende und beim Weidener Technologie-Campus sind die OTH-Förderer aus der Max-Reger-Stadt über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jährlichen Zahlungen von 2000 Euro dabei. Im vergangenen Jahr unterstützte der Verein auch ein Social-Media-Projekt der Hochschule mit stattlichen 10 000 Euro. Alles in allem ähnelt sich das Engagement. "Das liegt an der guten Zusammenarbeit zwischen den Fördervereinen in Amberg und Weiden", hebt Winter hervor: "Wir verstehen uns sehr, sehr gut und sprechen uns eng ab."

Beiden gemeinsam ist die Begeisterung für die Hochschule. Winter: "Die OTH ist aus der Region nicht mehr wegzudenken. Sie ist ein Segen für uns." Diese Euphorie teilt auch Dr. Erich Voss: "Viele Unternehmen betonen mir gegenüber immer wieder, dass ihr Wachstum in den vergangenen Jahren ohne den Ingenieurnachwuchs von der Hochschule nicht möglich gewesen wäre."

Das Engagement reduziert sich allerdings nicht auf Materielles. Wichtig ist auch die ideelle Unterstützung der Hochschule und der Studierenden. Im Mittelpunkt steht dabei der von der Hochschule allenthalben forcierte Vernetzungsgedanke: "Wir haben vor, den Alumni-Gedanken weiter mit Leben zu erfüllen und ein Netzwerk aufzubauen, so wie man es aus den Vereinigten Staaten kennt", erläutert Dr. Erich Voss die Zukunftspläne des Vereins. "Die Absolventinnen und Absolventen können so den Kontakt zu ehemaligen Mit-Studierenden, Lehrenden und anderen Vereinsmitgliedern halten und sich untereinander austauschen." Auf weitere Fortschritte auf diesem Gebiet setzt auch Rudolf Winter, der die Alumni-Idee als Kräftebündelung versteht. Doch auch schon vor Studienabschluss können Studierende einen konkreten Nutzen aus einer Mitgliedschaft haben. "An mich treten ständig Wirtschaftsvertreter heran, die mich fragen, ob ich nicht jemanden kenne, der sich für ein Praktikum interessieren könnte. Auch Themen für Bachelorarbeiten werden an mich herangetragen", erzählt Voss von seinen Erfahrungen als Vereinsvorsitzender. Das ist natürlich auch ein Vorteil für Firmen, die sich als Mitglied einbringen: "Die wissen, was an der Hochschule läuft und haben einen konkreten Nutzen ." (Die OTH-Artikelreihe wird am Mittwoch, 3. Dezember, fortgesetzt.)
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