Hände weg von Billigpferden!

"Es ist sehr einfach, Pferde aus Osteuropa zu importieren", sagt Katharina Schmitz, Inhaberin des "Katschmandu Westernriding" in Görnitz. Die Reittrainerin weiß das nicht nur vom Hörensagen. "Bei mir hat eine Besitzerin ein Tier eingestellt, das als zehnjähriges, gesundes Tier verkauft wurde und laut Tierarzt ein 18- bis 20-jähriger kranker Klapper ist." Besonders aus Rumänien, wo dem Veterinäramt Regensburg zufolge bis zu 15 Prozent aller Pferde mit EIA infiziert sind, sollen Händler immer wieder Tiere als Schlachtvieh deklariert nach Bayern bringen. In diesem Zusammenhang wird immer auch immer wieder ein Viehhändler aus dem Landkreis Schwandorf genannt. Da der Warenverkehr innerhalb der EU frei ist, "kriegt das der Zoll zu 0,0 Prozent mit", sagt Michael Lochner, Pressesprecher beim Hauptzollamt Regensburg. "Wir haben nicht die große Order, Tiertransporte besonders zu kontrollieren." Man müsse Käufer eindringlich vor "Billigpferden" warnen, appelliert Pferdebesitzerin Andrea Daubenmerkl an Schnäppchenjäger. "Trotz Pass und Chip sollte man bei Preisen um 1500 Euro stutzig werden und einen Tierarzt dazuholen."
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