Haftstrafe für Oscar Pistorius gefordert

Im Prozess gegen Oscar Pistorius besteht die Anklage darauf, dass der südafrikanische Paralympics-Star trotz seiner Behinderung eine Haftstrafe erhält. Selbst im Rollstuhl wäre er dazu in der Lage, sagte Staatsanwalt Gerrie Nel am Mittwoch bei der Anhörung zur Festlegung der Strafe für den 27-Jährigen.

Pistorius hatte 2013 in seinem Haus bei Pretoria seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Nach Anhörungen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft muss Richterin Thokozile Masipa jetzt das Strafmaß festlegen. Möglich wären bis 15 Jahre Haft, aber auch Hausarrest in Kombination mit gemeinnütziger Arbeit. "Auch andere Behinderte absolvieren Haftstrafen", sagte Chefankläger Nel. Der Staatsanwalt kündigte Zeugen an, die bestätigen, dass Behinderte im Strafvollzug angemessen behandelt werden können. Zuvor hatte eine von der Verteidigung beauftragte Gutachterin erklärt, der beinamputierte Sportler wäre schutzlos der Gewalt unter Häftlingen ausgeliefert.
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