Hakenkreuz-Mobbing in Hof
Aus der Region

Hof. (epd) Das private Anwesen des Hofer Oberbürgermeisters Harald Fichtner (CSU) ist mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Am Eingangstor und an der Garage wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag vier Hakenkreuze aufgesprüht, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken mit. Auf die Täter gibt es bislang keine Hinweise, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Kriminalpolizei Hof habe am Samstag eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder zu "rechtsgerichteten Schmierereien" in der Region gekommen war.

Bereits zweimal waren an Hofer Asylbewerberunterkünften Hakenkreuze entdeckt worden, ebenso an einem geplanten Flüchtlingsheim in der Landkreisgemeinde Feilitzsch. Im Herbst 2013 waren im Hofer Stadtgebiet mehr als 100 Hakenkreuze an Hausfassaden gesprüht worden. Offenbar häufen sich Drohungen gegen Politiker, die sich für Flüchtlinge engagieren. Vor kurzem war der Ortsbürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt, Markus Nierth, wegen rechtsextremer Anfeindungen zurückgetreten.

Zitate

"Der Systemwechsel von der Konfessionsschule zur christlichen Gemeinschaftsschule 1968 und die Neuregelung der Lehrerausbildung 1978." BLLV-Präsident Klaus Wenzel über die größten Etappensiege

"Josef Bauer wurde 1933 zum neuen Vorsitzenden gewählt - er hatte die NSDAP-Mitgliedsnummer 23, und mit ihm hat sich der Verband in vorauseilendem Gehorsam abgeschafft." BLLV-Präsident Klaus Wenzel zur Aufarbeitung der braunen Vergangenheit. Unter Beteiligung von Schülern und Lehrern recherchierte der Verband die Lebensläufe jüdischer BLV-Mitglieder, die in die Lager abtransportiert worden waren.

"In Ulm deklamierten Grundschüler, 7- und 9-Jährige, ,das Boot ist voll'. Die multikulturelle Gesellschaft braucht Toleranz und Aufklärung. Die allerwenigsten wissen, was im Koran steht." BLLV-Präsident Klaus Wenzel

"Wenn ich heute noch Lehrer wäre, würde ich mir zwei Technik-Freaks aus der Klasse holen, um ein Projekt über die Möglichkeiten moderner Medien aufzusetzen - über die Gefahren genauso wie über die Chancen." BLLV-Präsident Klaus Wenzel

"Allein in Oberpfalz fehlen an die 50 bis 100 Lehrkräfte, um auch nur den regulären Unterricht aufrechtzuerhalten. Da rede ich noch nicht davon, dass damit auf die Bedürfnisse der Kinder optimal eingegangen werden kann."BLLV-Bezirkschefin Ursula Schroll
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