Halloween steht vor der Tür
Horror hat Hochkonjunktur

Zum Gruseln schön finden die Amerikaner ihr Halloween. Der Horror wartet vor dem Hauseingang.
Eschenbach/Netzaberg. (do) Halloween steht vor der Tür und damit die beste Möglichkeit, sich zu verwandeln und die Nacht zum Tag zu machen. Die Gruselparty will gut geplant sein und überhaupt: Was feiern wir eigentlich?

Zombies, Hexen und Vampire bestimmen das Bild. Die Nacht vor Allerheiligen ist nichts für schwache Nerven. Seit einigen Jahren steht sie auch in Deutschland im Zeichen des Horrors. Halloween hat schaurige Hochkonjunktur. Erst recht bei den Amerikanern. In der US-Stadt auf dem Netzaberg tanzen die Spinnen und furchterregende Gespenster. Klapprige Skelette hängen an Vordächern der Wohnungen und die Grabsteine im Vorgarten scheinen sich schon Tage vor dem 31. Oktober zu bewegen. Die Amerikaner haben einfach Spaß.

Mit dem alljährlichen Gruselkabinett verbunden ist auch eine temperamentvolle Sause für Familien, Nachbarn und Freunde. Dann leuchten auch die ausgehöhlten Kürbisse gespenstisch in die Nacht und stehen für die zu erwartende Horrorgesellschaft Spalier. Da kommt ein Kürbisverkäufer gerade recht. In allen Größen, Formen und Farben wartet der Kürbismann mit seinen Prachtexemplaren auf Kundschaft. Und die bleibt nicht aus.


Den amerikanischen Brauch übernehmen zunehmend Einheimische. Seit Jahren feiert zum Beispiel die Familie Edl in Tremmersdorf Halloween in Vollendung. Im Hof und im Garten der Edls kann es gar nicht schaurig genug zugehen. Dort wimmelt es von einfallsreichen Masken und Monstern. Das Meiste basteln die Hausbesitzer selbst.

Höhepunkt ist eine Halloweenparty im Gartenhaus, bei der eine dampfende Kürbiscremesuppe nicht fehlen darf. Und auch den Nachwuchs hat die Halloweenwelle erfasst. Kostümiert ziehen die Kinder von Tür zu Tür, drohen "Süßes oder Saures" und hoffen auf Naschzeug. Süßes erwarten die Kinder bis zehn Jahre schon tags zuvor bei einer "gruseligen Vorlesestunde" in der Eschenbacher Stadtbibliothek. Am Freitagabend ist um 18 Uhr Kostümierung erwünscht, wenn Schaudergeschichten auf Halloween einstimmen.

So stark der Zulauf zur Gespensternacht ist, so groß ist auch das Unwissen über die Ursprünge der Monsternacht. Schon im Mittelalter sollen sich irische Katholiken verkleidet haben, wahrscheinlich, um sich vor den Seelen der Verstorbenen zu verstecken. Der Ursprung soll weiter zurück bei den Kelten liegen. Im 19. Jahrhundert brachten Auswanderer von der Grünen Insel den Kult nach Amerika. In der neuen Welt wurde das Spuk-Fest rasch zum Bestandteil der Kultur. Auf dem Netzaberg, in Tremmersdorf und in vielen weiteren Gemeinden kann Halloween kommen. Die düsteren Gestalten warten schon.
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