Halter von Vierbeinern in Aufruhr
Giftköder in Ammersricht?

Labrador-Cocker-Spaniel-Mischling Rieke ist drei Jahre alt und strotzt vor Kraft. Frauchen Corinna Söllner lässt die Hündin nicht mehr unbekümmert durch die Gegend tollen. Angeblich hat in Ammersricht jemand Giftköder ausgelegt. Bild: upl
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Deutschland und die Welt
19.07.2014
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"Mittlerweile sind hier in der Gegend schon drei Hunde verendet", erzählt Riekes Frauchen Corinna Söllner. Die Hundehalterin ist nicht die einzige in dem Stadtteil, die sich Sorgen macht. Dass in Ammersricht mit Rattengift gespickte Köder ausgelegt sein sollen, zieht mittlerweile Kreise. "Die Leute sind verunsichert", sagt Söllner. "Besonders die, deren kleine Kinder da draußen unterwegs sind."

Anton soll einer der Vierbeiner geheißen haben, die durch das Gift ums Leben gekommen sein sollen. Der Köder sei in der Nähe des Friedhofs deponiert gewesen, heißt es. Sein Herrchen habe den Kadaver in einer Tierklinik in München obduzieren lassen. Dort sei zweifelsfrei festgestellt worden, dass das Tier durch Rattengift verendet sei. Der Facebook-Gruppe "Giftköder AM/AS", die sich vergangene Woche aufgrund dieser Gerüchte gründete, gehören mittlerweile 138 Mitglieder an. Hier wird bereits der dritte tote Hund betrauert - allerdings beschränken sich die Angaben auf das "Hörensagen".

Der Polizei liegt bislang keine einzige Anzeige vor. Der letzte registrierte Vorgang zum Thema Giftköder datiere von Anfang Juni und betreffe die Stadt Schnaittenbach, erklärte Polizeihauptkommissar Dieter Muschler auf Nachfrage. Ein vager Verdacht ohne konkreten Anhaltspunkt reiche für eine Anzeige eben nicht aus, unterstrich er.

Augen offen halten

Was also tun? Der Tierschutzverein rät, die Augen offen zu halten, die Hunde anzuleinen, ihnen eventuell einen Maulkorb anzulegen oder besser die Aktivitäten im Freien in eine andere Gegend zu verlegen. Wichtig wäre es jetzt, den Fund eines Giftköders zu dokumentieren und dann eben die Polizei einzuschalten.

Sollten Tiere nach dem Gassigehen Vergiftungserscheinungen zeigen, steht natürlich sofort der Gang zum Tierarzt an. Je früher der Tierarzt Gegenmaßnahmen einleiten kann, desto besser sind die Überlebenschancen.
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