Handel soll künftig alte Elektrogeräte zurücknehmen
Auch ohne Kassenbon

Die Verbraucher sollen ausgediente Elektrogeräte wie Toaster, Fernseher, Staubsauger oder Mobiltelefone künftig kostenlos in größeren Geschäften zurückgeben können. Das sieht eine Novelle des Elektrogesetzes von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vor, die das Kabinett am Mittwoch beschließen will. Sie legt fest, dass Geschäfte mit über 400 Quadratmetern Verkaufsfläche verpflichtet werden, Altgeräte beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts zurückzunehmen. Das gilt auch für Online-Händler. So sollen mehr wertvolle Metalle als bisher wiederverwertet werden und Geräte nicht mehr im Müll landen. Kleine Elektrogeräte mit maximal 25 Zentimetern Kantenlänge wie Handys, Ladegeräte, Modems oder Toaster können auch ohne Neukauf abgegeben werden. Den Kassenzettel müssen Verbraucher in allen Fällen nicht mehr haben.

Bisher basiert die Rücknahme alter Geräte auf Freiwilligkeit. In der Restmülltonne dürfen sie nicht entsorgt werden. Denn sie enthalten nicht nur wertvolle Rohstoffe wie zum Beispiel seltene Erden, sondern oft auch Schadstoffe. Die Novelle soll bis Ende des Jahres in Kraft treten.
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