Handelsvertreter klagt gegen Kündigung - ohne Erfolg
Streit um "Puffauto"

Ein 49-jähriger Handelsvertreter hatte sich geweigert, mit diesem Dienstwagen zu fahren. Ihm wurde gekündigt - zu Recht. Archivbild: dpa
Ein Beschäftigter eines Kaffeevertriebs wollte kein Firmenfahrzeug mit seiner Meinung nach sexistischer Werbung fahren. Ihm wurde gekündigt. Zu Recht, wie das Arbeitsgericht Mönchengladbach am Mittwoch entschieden hat. "Mit so einem Puffauto fahre ich nicht", hatte der 49-Jährige nach Angaben der Richterin im Streit mit dem Geschäftsführer gesagt. Auf der Tür waren nackte, aus Kaffeebohnen herausragende Frauenbeine mit halb ausgezogenen roten Pumps zu sehen. Der Mitarbeiter sah sich zudem wegen seiner Homosexualität diskriminiert, da nur er mit einer solchen Werbung fahren müsse.

Der Arbeitgeber habe grundsätzlich die Möglichkeit, einem Arbeitnehmer ein nach seinen Vorstellungen gestaltetes Fahrzeug zuzuweisen, stellte das Gericht fest. Die fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei aber unverhältnismäßig. Nur die ordentliche Kündigung zum Jahresende sei wirksam. Die fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei aber unverhältnismäßig. Nur die ordentliche Kündigung zum Jahresende sei wirksam. Diese hatte das Unternehmen für den Fall der Ungültigkeit der fristlosen Kündigung gleich mit ausgesprochen. Eine Diskriminierung wegen der Homosexualität sahen die Richter nicht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.