Hannoversche Allgemeine
Pressestimmen

Die Zeitung kommentiert die Absage des Länderspiels in Hannover:

Was für eine Entscheidung. Wer die Pressekonferenz der Innenminister aus Bund und Land in Dienstagnacht verfolgt hat, erfuhr im Kern wenig - bekam aber eine Ahnung davon, wie kompliziert es gewesen sein muss, zwischen dem Fußballspiel und der Sicherheit seiner Zuschauer abzuwägen. Einem konkreten Gegner kann man ins Gesicht sehen, eine anonyme Bedrohung hingegen verbreitet schleichende Furcht, der kaum rational zu begegnen ist. Sie frisst sich in die Gedanken- und Gefühlswelten, ist nicht gut zu steuern. Am ehesten spüren das möglicherweise jetzt die jungen Spieler der Fußball-Nationalmannschaft, die nun gleich zwei Mal einen brutalen Eingriff der Wirklichkeit dieser Welt in ihr Leben erfahren haben. Die Angst kriecht voran - auch das ist ein Effekt des Terrors. Und seine Urheber wissen das.

Libération

Die französische Tageszeitung befasst sich mit den Terroristen aus Frankreich und Belgien:

Mehrere Attentäter vom 13. November stammten aus (der Brüsseler Islamistenhochburg) Molenbeek, dieser heruntergekommenen industriellen Vorstadt, bewohnt von Einwanderern und geplagt durch Armut und Arbeitslosigkeit. Man findet auch in Frankreich eine Reihe von Molenbeeks. Dringend nötig sind Polizeiaktionen, um Waffen zu beschlagnahmen, organisierte Gruppen aufzulösen, und um Dschihadisten aufzuspüren.

Südwest Presse

Zum französischen Wunsch nach Militärhilfe merkt die Tageszeitung aus Ulm an:

Die EU-Partner stehen zu Frankreich - das ist erstens völlig in Ordnung, und zweitens konnten sie kaum anders. Unvorstellbar, dass die Franzosen nach dem Blutbad vom vergangenen Freitag bei den anderen EU-Regierungen auf taube Ohren gestoßen wären. Und eine Beratungsvorstufe wie beim Bündnisfall der Nato kennt die Beistandsklausel der Europäischen Union nicht.
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