Harald Fähnrich sucht Steine mit "Arbeitsrillen"
Alter Wetzstein

Die menschlichen Spuren auf den Längsseiten dieses Steines belegen eine längst vergessene bäuerliche "Arbeitsmethode". Das Ungewöhnliche ist die Doppelseitigkeit des sogenannten Wetzsteinschärfers, und man konnte ihn transportieren. Bild: fae
Einen besonders raren Bodenfund machte der Landwirt Konrad Schmeller aus Poppenreuth, Gemeinde Mähring. Beim Dränieren einer Wiese stieß er auf einen ca. 50 langen, säulenartigen, harten Gneisstein mit Vertiefungen. Darin rieb oder schärfte der Landwirt früher die üblichen Wetzsteine.

Solche holte man vor langer Zeit aus den Wetzstein-Brüchen bei Kemnath und Kulmain. Sicheln und Sensen mussten scharf schneiden bei der Gras- und Getreideernte. Daher Dengeln am Dengelstock und Wetzen mit dem Wetzstein! Der Wetzstein verschmierte sich dabei - und wurde stumpf. Der Wetzsteinschärfer säuberte, raute ihn auf durch reiben. Dabei gruben sich bis zu 3 cm tiefe und 15 lange tiefe Rillen in den Gneis ein. Im neuen Jahresband "Heimat Landkreis Tirschenreuth" wird darüber zu lesen sein. Seit langem ist bei unseren künstlichen Wetzsteinen das Aufrauen nicht mehr notwendig.

Wer kennt im Landkreis Steinoberflächen mit solchen "Arbeitsrillen" der Landwirte? Mitteilung an Harald Fähnrich, Telefon 09637/576 (vormittags).
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