Haselmühler Schachclub spielt dort seit 27 Jahren
Statt ins Freibad in die JVA

(däu) Zum 27. Mal in Folge eröffnete der Schachclub Haselmühl die Sportwoche der Justizvollzugsanstalt in Amberg. Ein solches Treffen der Haselmühler mit der JVA-Gruppe gab es zum ersten Mal 1988, damals auf Initiative des 2006 verstorbenen Betreuers Hans Grüner, der auch Mitglied des Schachclubs war.

650 Stunden Solidarität

Die Veranstaltung organisierte der vormalige Clubvorsitzende und Jugendleiter, Uwe Herrmann. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Haselmühler Schachfreunde trotz hochsommerlichen Wetters Freibad durch JVA ersetzt hatten, um so ihre Verbundenheit mit der JVA-Schachgruppe zu bekunden. Herrmann rechnete vor, dass seit 27 Jahren durchschnittlich zwölf Haselmühler jeweils zwei Stunden opferten, was 650 Stunden Solidarität mit der JVA-Gruppe bedeutet. Als Mitbringsel hatte der Schachclub insgesamt über 400 Tafeln Schokolade dabei.

Natürlich wurde auch gespielt. Die zwölf JVA-Schachfreunde zogen sich achtbar aus der Affäre und unterlagen nur mit 3,5 : 8,5, eines ihrer besten je erzielten Ergebnisse.
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